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Musikalisches bei Doctor Who: Der zehnte Doktor

Hallo liebe Leser von BeetFreeQ! Hier “spricht” ausnahmsweise nicht Alex, sondern ein Wesen von außerhalb. Mein Name ist Julia und ich schreibe normalerweise auf 49 Suns. Im vorletzten Monat war ich in Urlaub und Alex war so freundlich einen Gastbeitrag als Vertretung beizusteuern. Dies hier ist sozusagen das Gegenstück.

Wie auch bei Alex’ Gastbeitrag bei mir, wird es hier um Musik gehen und zwar um ganz spezielle Musik. Dieser und meine anderen Gastbeiträge drehen sich um die britische TV-Serie Doctor Who, die von 1963-1989 und seit 2005 wieder bei der BBC lief/läuft. In Deutschland ist die Serie fast unbekannt und hat erst Recht nicht den Kultstatus, den sie auf der Insel genießt. Mit meiner Beitragsserie möchte ich das zumindest im Kleinen ändern.

Die Serie wurde vor vier Jahren wiederbelebt und zwar so, dass man ohne Vorwissen einsteigen konnte. Dazu habe ich im Beitrag bei Konna eine Einführung gegeben. Wer sich richtig ins Thema stürzen möchte, der findet die vollständige Liste bei mir.

Worum geht es überhaupt

TARDISDer namenlose Doktor und seine Companions reisen mit der TARDIS (Time and Relative Dimension(s) in Space), die wie eine blaue Polizeizelle aussieht (siehe Bild) und innen größer als außen ist, durch Raum und Zeit und erleben viele spannende Abenteuer. Die Serie ist für die ganze Familie geeignet, d.h. es wird nicht zu gewalttätig, so dass auch Fünfjährige zuschauen können und durch die komplexen und interessanten Geschichten werden auch Erwachsene sehr gut unterhalten. Vom berühmten britischen Humor ist natürlich ebenfalls viel vorhanden.

Eine Besonderheit ist die Regeneration, denn der Doktor ist ein Time Lord vom Planeten Gallifrey (der Letzte seiner Art, um genau zu sein) und kann sich bei tödlicher Verletzung bis zu zwölf Mal generieren. Nachdem der neunte Doktor seine Begleiterin Rose Tyler am Ende der ersten Staffel gerettet hat, regeneriert er sich und nahm in seiner zehnten Inkarnation die Gestalt von David Tennant an. Das ist seine aktuelle Form, dessen Tage aber schon gezählt sind. Doch wir wollen nicht vorgreifen.

Der zehnte Doktor

Nummer Zehn hat eine unglaubliche Energie und Lebenslust und findet alles “brilliant”. Allerdings muss er so einige Rückschläge einstecken und verliert am Ende jeder Staffel seine weibliche Begleitung. Erst trifft es Rose, die sich durch eine gegenseitige Liebe mit dem Doktor auszeichnete. Dann kommt und geht Martha, deren Liebe vom Doktor unerwidert blieb. Und dann fegte Donna herein, mit der die gegenseitige Zuneigung nicht über Freundschaft hinausging. Soviel zur Abwechlsung.

Ab der zweiten Staffel gibt es jeweils ein Weihnachtsspecial und somit 14 Folgen, die aber in den Drehplan von 13 Folgen eingepasst werden müssen. Die Lücke füllen sogenannte “Doctor Light”-Episoden wie z.B. Blink, die zu den besten Folgen überhaupt gehört. Geschrieben wurde sie von Steven Moffat, der generell fantastische Geschichten schreibt[1] und ab nächstem Jahr die Serie produzieren wird.

Titel- und Bühnenmusik

Kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Beitrags und zwar der Musik. Die Titelmusik von Doctor Who wurde 1963 von Ron Grainer komponiert, von Delia Derbyshire arrangiert und ist in dieser Grundform immer zum Einsatz gekommen. Das für damalige Zeiten ungewöhnliche Stück war ein Meilenstein der elektronischen Musik und wurde im Laufe der Jahre nur minimal verändert (mehr dazu im Doctor Who-Wiki). Alle Varianten gibt es im folgenden knapp zehnminütigen Video (jeweils mit Annotationen, die neue Serie beginnt bei 8m18s):

Wer noch mehr hören möchte, sei auf diese 28-teilige Playlist mit allen gekürzten und ausgespielten Versionen der Titelmusik verwiesen. Das aktuelle Theme wurde von Murray Gold arrangiert und für den zehnten Doktor mit dem BBC National Orchestra of Wales eingespielt.

Murray Gold hat auch alle Bühnenmusik geschrieben[2], die auf mittlerweile drei Soundtrack-CDs erschienen ist (Spotify-Link für 1&2). Jede Hauptfigur und natürlich alle Bösewichte haben ihr eigenes Theme, teilweise sogar mit Gesang. Am beeindruckendsten finde ich Song for Ten, hier in der Version des speziellen Konzerts “Doctor Who: A Celebration”:

Ebenfalls sehr eindrucksvoll ist The Daleks mit einer Art gregorianischem Chor, wie folgendes Standbildvideo zeigt:

http://www.youtube.com/watch?v=H9p7TE_Vd4A

Die Soundtracks gibt es jeweils als Playlisten mit Standbildvideos: Staffel 1&2 (31 Videos), Staffel 3 (28 Videos), Staffel 4 (25 Videos).

Wer noch nicht genug hat, sollte bei YouTube stöbern, denn da gibt es eine Unmenge an Fanvideos, die teilweise wirklich toll gemacht sind. Dazu gehört auch das folgende Video von I Can’t Decide der Scissor Sisters, das im Finale der dritten Staffel zum Einsatz kam. ACHTUNG SPOILERWARNUNG! (sicheres Standbildvideo)

http://www.youtube.com/watch?v=iO05fPfPuGQ

Mit diesem Song beende ich den musikalischen Exkurs und wer noch mehr Spoiler lesen möchte, der sollte im nächsten Beitrag bei tobi reinschauen, wo ich den elften Doktor vorstellen werde.

  1. , Dazu gehört auch meine Gesamtlieblingsfolge The Empty Child/The Doctor Dances mit dem neunten Doktor []
  2. Diese Übersetzung von incidental music scheint mir seltsam, aber LEO hat das so vorgeschlagen. []

Kommentare

1

Der nächste (und letzte) Beitrag ist da: http://tobia.sgrab.de/2009/12/01/spoiler-alert-bei-doctor-who-der-elfte-doktor/

geschrieben von juliaL49
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