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beety’s Ohrenschmalz: Mouse On Mars

Kommen wir heute mal zu etwas nicht ganz so leicht verdaulichem. Mouse On Mars stammen aus dem Rheinland[1], heißen eigentlich Jan St. Werner und Andi Toma und haben sich seit 1993 der abstrakten elektronischen Musik verschrieben. Dabei gelten sie dank ihrer zu 100% unkonventionellen Art zu den einflussreichsten Künstlern der Szene, schaffen es aber dennoch, eine gewisse Zugänglichkeit zu wahren.

Sicher, Ohrwurm-Melodien oder gar einfach zu folgende Rhythmen darf man hier nicht erwarten. Trotzdem hat fast jedes ihrer Stücke einen ganz eigenen, verschrobenen Charme, der den Hörer an die Musik fesselt. An jeder Ecke gibt es was zu entdecken. Explosive Geräusch-Attacken wechseln sich mit drogenschwangerer Leichtigkeit ab, immer mit einem gewissen Humor kombiniert, den man auch ihren teils durchgeknallten, aber oft perfekt gewählten Songtiteln entnehmen kann.

Die Musik der Band, die oft von Dodo Nkishi am Schlagzeug und als Sänger begleitet wird und zuletzt zusammen mit Mark E. Smith (The Fall) unter dem Namen “Von Südenfried” ein überraschend poppiges Album aufnahm, hat sich durch die Jahre immer weiter entwickelt, bleibt dabei aber unnachahmlich.

Plattenteller

  • Scat – dubbiges Stück aus ihrem von Fans hoch geschätzten 97er Album Autoditacker
  • Yippie – erneut Dub-Rhythmik, diesmal vom wohl eingängigsten und von mir favorisierten Album “Niun Niggung”[2]
  • Actionist Respoke – das vielleicht bekannteste völlig durchgeknallte Stück, das sogar mit sowas wie Lyrics daherkommt.
  • Chartnok – wütend lärmender Track aus dem bisher letzten Album “Varcharz” von 2006
  1. erst stand hier Ruhrpott, aber Lemonhead wies mich als Ruhrpottler zurecht zu Recht 😉 []
  2. Dank seiner relativ zugänglichen Stücke und dem kauzigen Humor schaffte das Album es als einziges der Band sogar auf Platz 76 der deutschen Album-Charts! []

Kommentare

1

Das poppigste Lied ist, so finde ich, immer noch “Saturday night Worldcup Fieber” vom grandiosen Album “Iaora Tahiti”.

geschrieben von Postpunk
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2

So sehr ich deiner musikalischen Beschreibung mal wieder zustimme, aber laut Wikipedia und der offiziellen Seite kommen die beiden aus Köln bzw. Düsseldorf. Sorry, aber hier im “Ruhrpott” nennen wir die Städte “da unten” eher “Rheinland”. Hömma, ey!
Hier im Pott wird ja eher genörgelt. 😀

geschrieben von LemonHead
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3

@Postpunk: Stimmt, wobei das ja ne Ausnahme auf dem Album ist 😉

@LemonHead: Oh, da kommt meine Geografie-Schwäche wieder durch – hatte die ganze größere Gegend da immer für den Ruhrpott gehalten 😉 … – wird sofort geändert!

geschrieben von beetFreeQ
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4

Mir wärs wohl auch nicht aufgefallen wenn ich MoM nicht schon gekannt hätte und ich nicht nachgeschaut hätte ob die zufällig aus meiner Gegend kommen. ^^

geschrieben von LemonHead
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Be excellent to each other. And... Party on, dudes!

Bill & Ted

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