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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 8

Wo heute der Tag ist, an dem in einigen Gebieten die fünfte Jahreszeit mit Zwangsfrohsinn und tonnenweise Schnapsleichen beginnt, bin ich doch froh, im hohen Norden zu wohnen, wo man von so etwas nicht viel wissen will. Zwar gibt’s auch hier den einen oder anderen Karnevalsverein, aber von denen bekommt man zum Glück so gut wie nix mit. Da ist mir Frohsinn ganz ohne Helau und Alaaf doch viel lieber. Wollen wir mal sehen, ob diese neue Runde im Projekt Hörsturz denn fähig ist, mich in einen solchen zu versetzen! Die Vorzeichen stehen mit den mir schon bekannten Stücken zumindest schon mal nicht schlecht!

… And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Intro: A Song Of Fire And Wine/ Stand In Silence

(von Inishmore)
Das geht ja gleich gut los. Während das Intro zu “Stand in Silence”, einem meiner liebsten Songs der Band mit dem ellenlangen Namen (nennen wir sie kurz “Trail of Dead”) läuft, überlege ich mir, wie ich ihn beschreiben soll. “Trail Of Dead” haben sich nie wirklich um Indie-Klischees geschert, spielen meist mit bombastischen Arrangements und haben sowieso durch ihre zwei Schlagzeuge massig Druck parat, um wirklich epischen Rock zu machen. Viel gespannter bin ich ja, was andere zu dem Song sagen, die mit dem Genre an sich nicht viel anfangen können. Für mich sind fünf Punkte ja eh klar.

Rating: ★★★★★ 

Livingston – Disease

(von Hannah)
Verzerrte Gitarren sind immer gut. Kaum kommt der Sänger um die Ecke, bin ich erstmal an Limp Biskit erinnert. Kein allzu gutes Vorzeichen. Leider kommt der Song auch nicht so wirklich aus dem Quark, um mich davon zu überzeugen, was wirklich tolles zu hören. Die etwas schwülstige Bridge ist ein kleiner Dorn im Auge, den der gefällige Refrain nicht ganz rausziehen kann. Gibt mir leider nix, würde ich aber auch nicht abschalten, wenn’s irgendwo läuft. Diese Art von Rock (fragt mich nicht, wie man das Genre nennt) ist halt einfach nicht ganz meine Wellenlänge – klassischer Fall von 2,5 würde ich sagen.

Rating: ★★½☆☆ 

MSTRKRFT ft. John Legend – Heartbreaker

(von Laura)
Hmm, ja, irgendwie will mir der poppige Einstieg gefallen. So Indie-Disco ist ja sowieso immer gut. Und spätestens seit ich weiß, dass eine Hälfte der leider leider viel zu schnell aufgelösten Band “Death From Above 1979″ auch hier die Hälfte des Duos ausmacht, bin ich Feuer und Flamme. “Heartbreaker” hat das Zeug zum Ohrwurm. Ich habe zwar ein wenig Bedenken, dass die Band allgemein ins Genre Electro-House einsortiert wird, aber ich werde mir definitiv mehr von ihnen zu Gemüte führen!

Rating: ★★★★½ 

Metallica – The Unforgiven

(von Melli)
Ich war kurz am Überlegen, ob ich nicht einfach völlig ohne Kommentare fünf Punkte vergeben soll. Über den Klassiker von Metallica wurde an sich schon alles geschrieben, was man nur schreiben kann. Wobei er sicher auch ein heißer Anwärter für meine Reihe “Klassiker des Rock” wäre. “The Unforgiven” war so ziemlich meine Einstiegsdroge in die Welt von Metallica und letztendlich überhaupt in das ganze Genre. Ich würde mich jetzt zwar nicht als bedingungslosen Metallica-Fan bezeichnen, aber dieser Song geht definitiv immer!

Rating: ★★★★★ 

Dalriada – Búcsúzó

(von Alph)
Oha, ungarischer Folk-Death-Metal. Eine wilde Kombi, mit der ich mich allein vermutlich nie auseinander gesetzt hätte. Folk ist schon mal gut, Death-Metal dagegen weniger. Da man aber als Nicht-Ungar sowieso eher wenig vom Text versteht, kann man sich auch nicht von diabolischen Zeilen den Tag verderben lassen, zumal diese auch überraschend ungegrunzt vorgetragen werden. Woran der Song aber trotzdem in meinen Ohren krankt, ist einmal die mir leider nicht so wirklich gefallende Stimme der Sängerin. Zudem kommt bei mir auch durch die Mischung von echten altmodischen Instrumenten und dem Synthesizer wie letztens bei Alestorm nicht so wirklich Stimmung auf. Ist ein wirklicher Grenzfall. Nicht schlecht, aber auch nichts, was ich mir oft anhören würde. Holen wir also mal wieder die passende Kompromiss-Wertung heraus.

Rating: ★★½☆☆ 

Mit einem Schnitt von 3,9 ist Runde 8 neben der dritten die bisher beste für meinen Geschmack. Kein Totalausfall, zwei okaye Songs, zwei Klassiker, die eh zu meinen Favoriten gehören und eine neue Band, die ich mir jetzt mal näher ansehen werde – so kann’s gern weitergehen!

Einen Vorschlag von mir gibt’s diese Runde nicht, da ich ja in der kommenden Spezialrunde selbst die fünf Songs für euch zum Bewerten stellen werde, während ich alle eure Vorschläge bewerten werde. Meine Vorschläge gibt’s also alle direkt am 21.11., um’s entsprechend spannend zu machen! So grob weiß ich aber schon, was ich nehme und ich kann euch versprechen, dass es sehr abwechslungsreich werden wird!

Kommentare

1

Der hier vorgestellte Song von MSTRKRFT befindet sich auf dem bereits zweitem Album des Duos. Und ja, sie sind definitiv in das Genre Electro einzuordnen. Die sachen vom ersten Album sind deutlich härter, als dieses Lied hier.

Leider habe ich MSTRKRFT auf dem MELT verpasst, da deren Konzert verschoben wurde udn keiner mehr wusste, wann die nun eigentlich spielen :(

geschrieben von kamil
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2

Wir hätten sie verpasst, wenn sie zum eigentlichen Termin gespielt hätten.
Haben sie dann zufällig doch gesehen. (:

geschrieben von Laura
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3

Ist sicher eine Band, die man sich mal live antun sollte, wenn sich die Gelegenheit bietet. Kann sogar sein, dass ich sie schon mal hätte sehen können, wenn ich davon gewusst hätte. Ist ja aber oft so, dass man eine Band erst nach dem Festival kennen und lieben lernt, auf dem man sie hätte sehen können, aber doch lieber aus Unwissenheit im Zelt geblieben ist. 😉

geschrieben von beetFreeQ
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4

Bin selbst gespannt, wie mir die Titel in dieser Runde gefallen werden – aus gut gepflegter Prokrastination kommt meine Rezension wie üblich in einer Woche. Bei Trail of Dead hätte ich vielleicht das Intro weglassen sollen, das hat den Song für einige Rezensenten zu lang gemacht, aber mir gefällt dieses kleine Vorgeplänkel, das mit leisem Gemurmel anfängt und kurz vor dem Einstiegsriff in Ekstase mündet.

geschrieben von Inishmore
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5

@Inishmore: Ich mag das Intro in Kombi mit dem Song auch sehr, weil’s ja auch ein wenig dazu gehört. Sowas ist halt nicht jedermann’s Sache, aber das macht das Projekt ja gerade spannend!

geschrieben von beetFreeQ
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