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Klassiker des Rock: Hey Joe

I’m going down to shoot my old lady
you know I caught her messing around with another man
huh and that ain’t cool

Den Song “Hey Joe” kennt wohl fast jeder, der auch einmal den Namen Jimi Hendrix gehört hat. Nur die wenigsten wissen allerdings, von wem das Stück wirklich stammt. Neben der weit verbreiteten Meinung, er stamme von Hendrix selbst, halten einige es für ein Traditional. Oft wird es auch der Garage-Band “The Leaves” zugeschrieben. Richtig ist auf alle Fälle, dass sie die ersten waren, die den Song auf Platte brachten und zu einem Hit machten. Aller Wahrscheinlichkeit nach stammt er aber aus der Feder des ziemlich unbekannten Folk-Rock-Sängers Billy Roberts, da er ihn 1962 zum Copyright anmeldete.

Als Rock-Standard bezeichnet, gibt es mittlerweile unzählige Coverversionen. Im Folgenden habe ich wie immer ein paar dieser Cover und ein paar interessante Fakten zu dem Stück zusammengestellt.

  • Das Stück gilt als Rock-Standard, da es unzählige Male gecovert wurde und live zum Repertoire der meisten Bands gehört.
  • Oft wird als Songtitel auch “Hey Joe, Where You Gonna Go?” genannt, was eine Fortführung der ersten Zeile der Lyrics ist, sie allerdings auch nicht komplettiert.
  • Viele Gerüchte ranken sich um die Urheberschaft von Billy Roberts. Der schottische Folk-Sänger Len Partridge gibt an, ihn mit Roberts zusammen in den 50ern geschrieben zu haben. Außerdem soll es eine Live-Aufnahme des Songs gesungen von Roberts aus dem Jahr ’62 geben, die aber wohl nie veröffentlicht wurde.
  • Die Inspiration zu “Hey Joe” geht vermutlich aus drei anderen Songs hervor: “Baby, Please Don’t Go To Town” von Niela Miller, der damaligen Freundin Roberts’, basiert auf einer ähnlichen Akkordfolge, der gleichnamige US-Country-Hit “Hey Joe!” von Carl Smith arbeitet mit dem selben Frage-Antwort-Schema und das Traditional “Little Sadie” erzählt ebenso von der Flucht eines Mannes, nachdem er seine Frau umgebracht hat.
  • Es wurde oft versucht zu beweisen, dass “Hey Joe” selbst doch ein Traditional ist, allerdings konnte trotz riesiger Archive an alten Blues- und Folk-Songs in den USA nichts gefunden werden, was diese These belegen würde.
  • Bevor die Leaves die Lorbeeren für die erste Aufnahme auf LP einheimsen konnten, wurde er auch schon von diversen anderen Garage-Rock-Bands gespielt, u.a. “The Standells”, “The Surfaris”, “Love” und “The Byrds”.
  • Die Leaves wurden selbst erst auf einem Konzert der Byrds auf den Song aufmerksam, nahmen ihn in ihr Repertoire auf und kamen den anderen dann mit der Veröffentlichung zuvor. Sie nahmen 1965 bis 1966 drei Versionen auf, von denen eine die einzige Fassung des Songs darstellt, die es überhaupt in die Top 40 der US Billboard Charts schaffte.
  • Wer weitere Infos zu dem Song sucht, sei auf die ausführliche Seite der englischen Wikipedia verwiesen, die auch mir als Quelle diente!

http://www.youtube.com/view_play_list?p=B62CCAAFF0DAAA50

  1. The Leaves – Hey Joe (live)

    Als Beispiel der vielen Garage-Rock-Versionen seien die Leaves genannt, da sie immerhin die bekannteste Fassung spielten.

  2. Jimi Hendrix – Hey Joe

    Natürlich darf Hendrix in dieser Zusammenstellung auch nicht fehlen. Das Video ist vor allem wegen des Solos, das er mit den Zähnen spielt, besonders sehenswert.

  3. The Mothers of Invention – Flower Punk

    Frank Zappa’s Song ist zwar nicht direkt ein Cover, parodiert aber die Hippie-Bewegung, indem er “Hey Joe” in doppelter Geschwindigkeit spielt und neue Lyrics drüberlegt.

  4. Torfrock – He Joe

    Torfrock waren in den 70ern, lange vor Beinhart bereits als absolut tolle Folk-Rock-Band bekannt, die neben eigenen Songs auch bekannte Klassiker mit ihren eigenen witzigen Texten versahen.

  5. Nick Cave, Charlie Haden and Toots Thielemans – Hey Joe

    Diese Live-Version einer genialen All-Star-Band ist ein absolutes Highlight. Von Nick Cave existiert allerdings auch eine Studio-Version auf seinem Cover-Album “Kicking Against the Pricks”

  6. The Offspring – Hey Joe

    Zu dem Song existieren auch diverse Punk-Versionen, von denen The Offspring exemplarisch hervorgehoben wird.

  7. Helge And The Firefuckers – Hey Joe (live)

    Unabhängig der Rockabilly-Version von The BossHoss machte sich auch Helge Schneider mit seinen Firefuckers an eine ziemlich kauzige Interpretation.

Kommentare

1

interessant, auch wenn mir von den vorgestellten versionen die von hendrix noch am besten gefällt.

geschrieben von tobi
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2

@tobi: Ja, die ist auch nicht umsonst die bekannteste. Der Song kann aber allgemein was.

geschrieben von beetFreeQ
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3

egal von wem er ist, ich finde den song einfach klasse. in meinem auto wird der auch immer gespielt. ist auf der cd.

geschrieben von ebook
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4

hi leute , also hey joe ist schon ein klassilker . Aber ich suche einen spielfilm der kam ende der 70er oder anfang der 80er ins fernsehen , ich glaube im zdf . Es handelte sich da um einige männer die klauten 5 lkw’s mit Münzen oder kleingeld und fuhren diese trucks in einen Berg um sie zu verstecken . Irgendwann holten sie die lester wieder raus und sprengten den berg , aber einer der männer war noch drin . Er konnte irgendwie befreit werden und war dann querschnitts gelähmt . Zum schluß wollte er seine kumpels alle erschießen . Ich glaube er stand mit seinem rollstuhl auf einer autobahn brücke . Der Film war , wenn ich mich richtig erinnere ein deutscher . Aber genau weis ich das nicht mehr , ich weis nur noch das der song “hey joe” von jimi hendrix gespielt wurde . Kennt einer von euch diesen Film ? Ich würde gerne den Titel wissen . Danke .

Grüß euch alle

geschrieben von Halford
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5

@Halford: Hmm, sorry, da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen. Den Film kenne ich leider nicht.

geschrieben von beetFreeQ
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6

Ja, diesen Film suche ich auch! Ich erinnere mich an schwarz/weiss und dachte es sei
“Bomber und Paganini” mit Mario Adorf und Thilo Prückner. Kaufte die DVD und wurde enttäuscht- kein ” Hey Joe “. Bin ratlos !!

geschrieben von Hansson
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