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gelesen: A. Lee Martinez – Gil’s All Fright Diner (Diner des Grauens)

In the middle of nowhere, along a quiet stretch of road, the diner dreamt of the hungry dead. And of two men. Well, not men exactly.

A. Lee Martinez - Gil's All Fright Diner Der Werwolf Duke und sein Freund Earl, seines Zeichens Vampir, halten auf ihrer Tour durch dir Südstaaten in Rockwood an Gil’s All Night Diner, um einen Happen zu essen. Leider ist dieses Lokal Ziel von fast allnächtlichen Zombie-Attacken und Besitzerin Loretta bittet die beiden nach erfolgreicher Rückschlagung der letzten Welle Zombies, sich den Grund für das Problem mal anzusehen. Schnell wird klar, dass die Zombies nur das kleinste Übel sind und sie sich bald mit zombifizierten Kühen, einer frühreifen Hexe und den alten Göttern herumschlagen müssen.

Wie der letzte Satz meiner Einleitung vermuten lässt, nimmt A. Lee Martinez es in seinem Roman-Debut nicht all zu ernst mit den Horror-Regeln. “Gil’s All Fright Diner” ist auch vollkommen frei von Schock-Effekten, sondern kann eher als Horror-Buddy-Komödie angesehen werden, wenn auch Duke und Earl nicht immer die besten Freunde sind.

Zwar bedient sich der Autor fast ausschließlich aus dem typischen Fundus der Horror-Kreaturen wie Werwölfe, Vampire, Zombies, Ghule oder Geister, geht aber erfrischend unorthodox mit ihren in Granit gemeißelten Regeln um. So bringt Knoblauch den Vampir Earl zwar nicht um, sorgt aber für kratzend juckende Effekte und selbst eine Liebesbeziehung zwischen Geist und Vampir ist möglich.

Oft wird die Geschichte mit ihren ungleichen Helden, zu denen sich noch Geist Cathy und Geisterhund Napoleon gesellen, mit den Werken von Douglas Adams verglichen und es gibt sicher gewisse Parallelen. Martinez geht in seiner Wortwahl und auch den dargestellten Szenen weniger zimperlich um als Adams, kann aber mit ein paar ähnlich verrückten Ideen aufwarten und kommt humormäßig ganz gut mit dem großen Vorbild mit. Allerdings wirkt “Gil’s All Fright Diner” lange nicht so verrückt wie z.B. der “Hitchhiker’s Guide To The Galaxy” und kann auch nicht den selben Kult-Charakter entwickeln.

Dennoch bleibt eine wunderbar erzählte, in sich schlüssige Geschichte voller skurriler, kantiger, aber irgendwie doch liebenswürdiger Charaktere, übernatürlicher Phänomene und viel Humor. Nach dem Lesen hatte ich sofort den Drang zu wissen, wohin es die Heldentruppe als nächstes zieht und das ist sicher kein schlechtes Zeichen.[1].

Da ich die englische Originalausgabe gelesen habe, kann ich selbst kein Urteil zur deutschen Übersetzung abgeben. Ich habe mir aber sagen lassen, dass diese durchaus gelungen ist und denke auch, dass ziemlich wenig des Humors bei der Übersetzung draufgegangen sein dürfte, da relativ wenig mit Wortwitz sondern mehr in Situationskomik gearbeitet wird.

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

  1. Bisher gibt es bisher keine weiteren Geschichten um Duke und Earl, allerdings hat der Autor immerhin eine dreiteilige Kurzgeschichte um Rockwood, das Kaff aus dem Buch, geschrieben, die man kostenlos auf seiner Website herunterladen konnte, derzeit dank eines Problems leider schon ne Weile nicht mehr verfügbar sind. []

Kommentare

1

Gelesen und für relativ kurz und öde angesehen. Spannungsbogen war meiner Meinung nach keiner vorhanden und die Charaktere konnten mich auch nicht so richtig überzeugen. Insgesamt relativ lasch und auch nicht lustig.

geschrieben von Michael
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2

@Michael: Hmm, kurz ja, aber das muss ja kein Nachteil sein. Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt, Spannung hat sich auch aufgebaut, wobei man ja schon sagen muss, dass relativ früh klar wurde, wohin sich das Buch entwickeln würde. Der Humor ist aber sicher nicht jedermann’s Sache.

geschrieben von beetFreeQ
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