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Foobar2000 – Suchanfragen und ihre Antworten

Täglich erreichen mich über Google diverse Suchanfragen, die in irgend einer Art mit Foobar2000 zu tun haben. Das ist ja auch kein Wunder, wo ich ja schon so einige Beiträge zum Thema geschrieben hab und deutschsprachige Tipps und Anleitungen zu dem tollen Audioplayer im Netz ansonsten ja eher selten zu finden sind.

Mit 196x ist der Suchbegriff “foobar2000” gefolgt von 60x “foobar” klar Spitzenreiter unter den Anfragen. Viele drehen sich aber auch um speziellere Fragen und Probleme, die ich dann teilweise noch nicht wirklich angesprochen hab, weshalb die Suchenden leider nicht fanden, was sie eigentlich interessierte. Genau das will ich mit diesem Beitrag einmal nachholen, um kommenden Google-Benutzern auch endlich Antworten bieten zu können. Aus den 1414 verschiedenen Suchanfragen zu Foobar habe ich mir hier einmal die häufigsten herausgesucht, zu denen es bisher noch keine großartigen Infos gab und will sie mal mehr oder weniger ausführlich behandeln.

Last.fm

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Zwar hatte ich hier und da schon über die Integration des Musikdienstes gesprochen, will es hier aber nochmal bündeln. Es gibt zwei drei Komponenten für Foobar, die sich mit Last.fm beschäftigen und entsprechende Funktionen liefern. Zum Einen wäre da das für last.fm-Fans obligatorische “foo_audioscrobbler“, mit dem sich ganz einfach die gespielten Songs scrobbeln[1] lassen. Netterweise unterstützt das Plugin seit einer Weile sogar das Scrobbeln von Radiostreams, was ein riesiger Vorteil gegenüber anderen Programmen ist.

Als zweite Komponente wäre da “foo_lastfm_radio” zu nennen, mit dem sich wie der Name schon sagt, die Radiostreams von last.fm empfangen und abspielen lassen. Zu guter letzt gibt es noch “foo_uie_biography“, mit dem sich die Biografie von Künstler und Album sowie die dazu gehörenden Fotos von last.fm laden und in Foobar anzeigen lassen.

Compilations

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Oft fragen sich die Leute, wie man Compilations in Foobar behandelt, damit sie auch zusammenhängend in der Media Library auftauchen. Hierzu gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, die viele oft übersehen: Das ID3-Tag-Format hat standardmäßig den Tag “Album Artist” im Repertoire. Mit diesem kann man zusätzlich zum eigentlichen Künstler des Songs denjenigen nennen, von dem das gesamte Album ist, wenn dieser davon abweicht. Bei Compilations sind das ja verschiedene Künstler, weshalb sich als Eintrag im Feld “Album Artist” z.B. “V/A” oder “Various Artists” anbietet. Es empfiehlt sich, den selben Begriff beizubehalten, um dann in der Ansicht der Media Library die Compilations auch alle zusammen zu halten. Da so ziemlich jede in Foobar einrichtbare Komponente auch mit diesem Feld klar kommt, sollte es damit ein leichtes sein, Compilations zu verwalten!

Themes

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Hier wird es etwas kompliziert. Zwar ist Foobar einer der am individuellsten einrichtbaren Audioplayer, die man so finden kann, allerdings bringt das auch die Tatsache mit sich, dass es nicht wie bei Winamp und ähnlichen Playern simpel einsetzbare Themes gibt. Ursprünglich war Theme-Support für Foobar auch überhaupt nicht vorgesehen und ist bei vielen Puristen verpönt. Andererseits gibt es verschiedenste Komponenten, die in gewissem Maße erlauben, Foobar grafisch umzugestalten.

Solche Themes lassen sich aber eben wegen der verschiedenen Komponenten, die man benötigt und teilweise manueller Nachjustierung nicht so leicht in Foobar einbinden. Wer die Herausforderung aber nicht scheut, sollte sich mal im Plugin-Bereich des offiziellen Forums umsehen. Hier veröffentlichen einige Leute ihre teilweise absolut genial aussehenden Themes mit Anleitungen, wie sie zum Laufen zu bekommen sind. Ein weiterer interessanter Anlaufpunkt ist die Skin-Gallerie von DeviantArt. Hier sind aber leider die Anleitungen oft nicht so gut und viele der Themes sind auch bereits sehr alt und laufen dank nicht mehr unterstützter Komponenten wie dem ehemals sehr beliebten “PanelsUI” leider nicht mehr mit den aktuellen Foobar-Versionen!

Kurzantworten

  • foobar ordner überwachen – das kann Foobar seit einigen Versionen vollautomatisch. Man muss nur in den Einstellungen unter “Media Library” die Ordner angeben, die man überwachen lassen will.
  • foobar netbook – da Foobar standardmäßig relativ wenig Speicher und CPU-Leistung benötigt, sollte der Player auch auf jedem Windows-Netbook laufen. Man sollte nur im Auge behalten, welche Komponenten man zusätzlich installiert, da es hier und da doch mal welche gibt, die für sich gesehen ziemlich speicherhungrig sind.
  • foobar datenbank – Die Datenbank, in der Foobar seine Media Library und auch Einstellungen speichert, liegt in der Regel direkt im Programmverzeichnis unter dem Namen “database.fpl”. Sie nutzt allerdings ein ganz eigenes Datenformat, das sich nicht von außen ansteuern lässt. Die Entwickler geben dazu an, dass sie nicht als Schnittstelle für externe Programme gedacht ist sondern auf Leistung ausgelegt ist.
  • foobar externe festplatte – sowohl Foobar als auch die Media Library lassen sich auf einer externen Festplatte betreiben. Bei der Media Library gibt es allerdings die Einschränkung, dass keine relativen Pfade unterstützt werden. Die Festplatte muss also an jedem Rechner, an dem Foobar betrieben werden soll, den selben Laufwerksbuchstaben haben, was sich ja simpel unter Windows einstellen lässt.
  • alle funktionen in foobar2000 – das würde definitiv den Rahmen dieser Beitragsserie sprengen. Um sich aber so schlau wie möglich zu machen, sei das offizielle Forum sowie die Foobar-Wiki genannt!
  • foobar library neu einlesen – das ist nicht mehr nötig. Wenn man seine Musik-Ordner für die automatische Überwachung eingetragen hat, bekommt Foobar automatisch mit, wenn sich darin etwas ändern.
  • foobar iphone – Ich denke, es lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es keine Foobar-Version für das iPhone gibt oder jemals geben wird. Zum einen gibt es bisher lediglich eine Windows-Version und außerdem liegt es in der Programm-Philosophie, ein vielseitig einrichtbarer Audioplayer für PCs zu sein, der sich nicht viel aus Klickibunti Touchscreen-Handys macht.
  • foobar mehrere genres – das lässt sich ganz einfach bewerkstelligen – man muss in seinen ID3-Tags die Genres nur semikolon-getrennt angeben und schon erkennt Foobar, dass der Song mehrere Genres hat und sortiert sie jeweils ein.
  1. “Scrobbeln” bedeutet das Senden der Titelinformationen an Last.fm, um dort damit dann ähnliche Bands vorgeschlagen zu bekommen etc. []
Got to be a chocolate Jesus
Good enough for me

Tom Waits

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