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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 6

Die Rezensionen der sechsten Runde im Projekt Hörsturz laufen etwas schleppender an als bisher. Da will ich mal ein wenig Fahrt in die Sache bringen und meine eigenen Bewertungen zum Besten geben. Diese Runde ist ja wie schon festgestellt um einiges rockender als die sehr gemischte letzte Runde. Da bin ich ja mal gespannt, wie mir die aktuellen Songs munden werden!

Jet Lag Gemini – Fit To Be Tied

(von symBadisch – kostenloser Download!)

Hier fängt’s gleich vielversprechend verzerrt an. Alternative Rock mit Punk-Einschlag ist zwar nicht das Innovativste da draußen, aber die Jungs scheinen ihr Handwerk zu beherrschen. Ich fühle mich hier und da an diverse andere Bands aus dem Umfeld erinnert bis das wirklich tolle Solo losgeht. Trotz dieses Highlights wird der Song bei mir aber sicher keine Dauerrotation genießen, denn dieses Genre ist für mich doch ein wenig zu abgegniedelt. Trotzdem absolut solide und für Partys sicher gut geeignet!

Rating: ★★★½☆ 

Alestorm – Captain Morgan’s Revenge

(von Sir Donnerbold)

Über Alestorm stolpert man als Metal- und Piratenfan ja zwangsläufig irgendwann. Sehr mit der Musik beschäftigt hatte ich mich allerdings bisher nicht. An “Captain Morgan’s Revenge” fällt mir zu aller erst einmal negativ die Verwendung der Synthesizer auf. Sicher, E-Gitarren sind auch nicht wirklich originalgetreu, aber passen in meinen Ohren weit besser ins Setting. Statt der Synths hätte ich mir ja eher ein echtes Akkordion (ein eher nach Fake klingendes gibt’s nach der Hälfte) und Geige gewünscht. Aber was soll’s. Rockfaktor stimmt, die Stimme passt hervorragend, der Piratenchor im Refrain kann auch gefallen. Die Dramatik, die nach der Hälfte des Songs einsetzt, wird aber wieder durch die synthetischen Streicher madig gemacht. Schade eigentlich, alles in allem hat die Mischung aus Piraten und Metal sehr viel Potential und auch der Song könnte wirklich großartig sein, wenn sich die Band echte Streicher/Bläser und ein Akkordion geleistet hätten. So sind mir leider ein paar zu viele Chancen ungenutzt geblieben…

Rating: ★★★☆☆ 

Nephew – Va Fangool!

(von Doro)

Oha, da geht’s gleich nach meinem Geschmack los. Synthesizer weisen den Weg in ein sehr von den 80ern geprägtes Stück Musik, das meinen Ohren nach zum Teil englisch und zum Teil dänisch gesungen wird. Der Song hat Hymnen-Charakter und kann auch trotz der selbst für mich als Nordlicht unverständlichen dänischen Passagen sehr gefallen. Einen Punkt Abzug gibt’s allerdings für ein paar doch ziemlich dreist geklaute Fetzen, die einem ziemlich schnell ins Ohr fahren. Der Song ist aber ein geeignetes Brett für jede Party!

Rating: ★★★★☆ 

Ida Maria – I Like You So Much Better When Youre Naked

(von kasumi)

Und gleich nochmal Musik, die nach Party klingt. Hier wird sommerlich gute Stimmung verbreitet, von der in meinen Ohren beim Hören aber leider nicht all zu viel hängen bleibt. Wie schon im letzten Vorschlag von Kasumi kann ich wieder die Stimme der Sängerin nicht wirklich vom Hocker reißen. Ich weiß ja, dass ich da nicht so leicht zufrieden zu stellen bin. Aber auch davon abgesehen macht der Song an sich nichts falsch, aber auch nichts wirklich so besonders, dass er mein Herz erobern würde. Sicher wie schon zwei der vorigen Songs dieser Runde eine Bereicherung einer Party-Playliste, aber nichts, was bei mir sonst oft in die Ohren kommen würde.

Rating: ★★★☆☆ 

Mutter – Der Krieg ist vorbei

(von Postpunk)

Bei Postpunks Vorschlägen darf man damit rechnen, dass es anspruchsvoll wird. Die orchestrale Einleitung und die dann folgende düster rockende Aussicht machen es einem auch nicht leicht. Ich hätte ja geschätzt, der Song habe schon ein, zwei Jahrzehnte auf dem Buckel, musste aber feststellen, dass zumindest dieser Song noch aus diesem Jahrtausend stammt. Leider ist der Klang des Videos ziemlich dumpf und die Soundeffekte aus den eingebauten Filmszenen nervt etwas, aber man erkennt das Potential des im Noise Rock versinkenden und brisant toll betexteten, wenn auch ziemlich nölig gesungenen Songs, der schon ein paar Mal gehört werden will, um wirklich zu wirken. Absolut keine Musik für zwischendurch aber für die sporadische Weltuntergangsstimmung oder andere melancholisch-rebellische Momente perfekt geeignet.

Rating: ★★★★☆ 

Die Runde fiel für mich wieder mal überraschend hochwertig aus. Kein Song dabei, den ich gar nicht hören mag, dafür aber auch keine wirklich geniale Entdeckung. Mit durchschnittlich 3,5 Punkten liege ich aber wieder im für mich schon fast als Standard geltenden Bereich.

Mein Vorschlag

Bleibt noch, einen neuen Song für die nächste Runde vorzuschlagen. Da ich in den vergangenen Runden eher zu rockenden Vorschlägen neigte, die aber im Zufallsgenerator nicht so viel Glück hatten, versuche ich es heute mal wieder mit ein wenig Elektronik von zwei meiner Spätjugend-Helden “Mouse On Mars” mit “Distroia”!

Kommentare

1

Ha, wieder mal ähnliche Meinungen, außer bei “Mutter”… also da hat mich das ganze Drumherum echt genervt…

geschrieben von Stefan
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2

@Stefan: Ich hab die ganzen Filmgeräusche versucht zu ignorieren, weil ich schon denke, dass sie im Original nicht mit drin sind. Ist halt nur schade, dass das Video da nicht etwas besser war.

geschrieben von beetFreeQ
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3

Auch ein Blickwinkel. :-)

geschrieben von Stefan
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