freeQnet-Logo
freeQnet

Projekt Hörsturz – Rezension Runde 4

Auch im tiefsten Österreich unter einem Berg von Arbeit muss mal ein wenig Entspannung sein. Also wird heute passend zum Bergfest[1] ein wenig Musik gefeiert! Wollen wir mal sehen, wie mir die in dieser vierten Runde des Projekt Hörsturz ausgelosten Songs gefallen!

NoFX – I Wanna Be an Alcoholic

(von Tobi)
NoFX sind mir ja ein Name, ich kenne sie aber nur ganz oberflächlich, denn im Punk gibt es nur sehr wenige Bands, die mir gefallen können, ohne nach dutzenden sich wiederholenden Songs aus den Ohren rauszukommen. Der Punk ist aber nicht nur das Genre der sparsamen Akkorde sondern auch oft für sehr kurze Songs bekannt – entsprechend dauert dieses Stück auch nur etwa 20 Sekunden. Was davon übrig bleibt: Ein kurzer Mitgröhl-Refrain, ein paar Sekunden Geschrammel, ein Hauch Anarchie. Hmm… viel zu wenig, um einem Song Substanz zu verleihen. Als nettes Füllmaterial auf einem Album ok, für einen einzeln stehenden Song vergessenswert – muss ich mir definitiv nicht öfters antun.

Rating: ★☆☆☆☆ 

Polkadot Cadaver – Pure Bedlam For Halfbreeds

(von mir)
Über Polkadot Cadaver stolperte ich durch ihre Quasi-Vorgängerband “Dog Fashion Disco”, die mir wiederum auf der Suche nach ähnlichen Bands wie Mr. Bungle ins Ohr kamen. Damit ist das Genre auch schon abgesteckt: Genrespringender Avantgarde-/Progressive-Metal mit hochgradigem Fun-Faktor und psychedelischen Lyrics. Den einen klingen sie zu sehr wie Mr. Bungle, mir kommt das gerade recht, denn wenn der liebe Herr Patton seiner bis dato genialsten Band schon keine neuen Alben schenken will, stellen diese Jungs die perfekte Nachfolge. Die Musik macht einfach Spaß und kommt dabei ausreichend kantig rüber, um nicht gleich wieder aus dem Ohr rauszuflutschen.

Rating: ★★★★½ 

Lacuna Coil – The Pain

(von Doro)
Lacuna Coil sind mir namentlich ebenfalls ein Begriff, allerdings hätte ich der Band bis heute keine Musik zuordnen können. Ich wusste nur, dass sie irgendwo grob dem Gothic-Umfeld zuzuordnen sind. Der Song ist dann auch Goth-Industrial-Metal, der für meine Ohren ein wenig zu sehr nach Massenfertigung klingt. Diese Musik ist einfach nicht mein Genre. Zugute halten kann ich dem Stück aber, dass die Stimme der Sängerin angenehm unaufdringlich und nicht nöhlig klingt, wie es in dem Genre nicht selten der Fall ist. Perlt auf meinen Geschmackssynapsen unspektakulär ab…

Rating: ★½☆☆☆ 

Camille – La jeune fille aux cheveux blancs

(von Yoko)
Ich kann mich immer nicht entscheiden, ob ich es nun als Vor- oder Nachteil werte, wenn ich die Sprache, in der gesungen wird, nicht verstehe, erst recht, wenn die Musik von einer Frau vorgetragen wird, wo ich mich doch nur mit ganz wenigen Sängerinnen stimmlich wirklich was anfangen kann. In diesem Fall hat mich die Musik dazu aber gleich eingefangen. Camille schafft es mit ihrer tollen, etwas rauchigen Stimme, die sie auch noch wild gesampelt für die Untermalung ihres Gesanges nutzt, mit nur 2:13 beim ersten Hördurchlauf mein musikalisches Herz zu erobern. Die Dame wird sicher noch öfter durch mein Ohr säuseln dürfen.

Rating: ★★★★½ 

The Creepshow – Zombies Ate Her Brain

(von Kasumi)
Die Sängerinnen sind heute in der Überzahl. Diese ist stimmlich allerdings wieder eher nicht so mein Fall aber unaufdringlich genug, um nicht zu nerven. Musikalisch erwartet den Hörer überraschend gesitteten Rock & Roll mit leichtem Hang zum Psychobilly. Der Psycho-Anteil daran ist mir aber leider auch eindeutig zu gering, um dem Song viel abgewinnen zu können. Hätte die Band die fehlenden 1:20 zur 3-Minuten-Grenze noch für ein paar abgefahrene Soli oder etwas mehr Geschrammel genutzt, wäre da durchaus mehr draus geworden. So gibt mir der Song außer einem ganz witzigen Text leider nur ein Achselzucken…

Rating: ★★☆☆☆ 

Mit 2,7 ergibt sich in dieser Runde mein bisher niedrigster Schnitt, dennoch gibt es einen Song (wenn ich meinen eigenen Vorschlag mal auslasse), der mich absolut neugierig auf die dahinter steckende Künstlerin gemacht hat.

Mein Vorschlag für Runde 5

Diesmal gehen wir mal ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit: Amon Düül II – Deutsch Nepal. Vermutlich kein Song, mit dem die Masse viel anfangen können wird, aber das habe ich ja auch schon bei Polkadot Cadaver gedacht!

http://www.youtube.com/watch?v=MkA74QZ5tjo

  1. Hälfte der Woche und damit des Kundentermins ist geschafft []

Kommentare

1

Willst wohl in der nächsten Runde die Krautrock Punkte einfahren? ;-)

geschrieben von Postpunk
antworten  •  Link
2

Hehe – glaub nicht, dass es da viel zu holen gibt ;) – hast mich aber mit deinem Song des Tages auf die Idee gebracht. Hatte sogar erst ein uraltes Krautrock-Stück von Udo Lindenberg in der näheren Auswahl.

geschrieben von beetFreeQ
antworten  •  Link

Trackbacks/Pingbacks

1

[...] – sonst einfach Bescheid geben!Die TeilnehmerkasumiKonnaSir DonnerboldRobertcimddwcPostpunkbeetFreeQendgueltigGekoKerstinTobiDoroMauszsymBadischKamilLemonHeadYokoJuliaL49Inishmore« vorheriger [...]

gesendet von Projekt Hörsturz – Runde 4 – freeQnet
Got to be a chocolate Jesus
Good enough for me

Tom Waits

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de blogoscoop Bloggeramt.de