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Projekt Hörsturz – Rezension Runde 2

Schon stecken wir mitten drin, in der zweiten Runde des Projekts Hörsturz. Diesmal sind die ausgelosten Songs wirklich vielfältig und auch mein eigener Vorschlag wurde ausgelost. Schauen wir doch mal, wie mir die Songs diesmal zusagen!

Abandon – Providence

(von symBadischkostenloser Download!)
Wenn man sich über Bands mit dem Namen “Abandon” informiert, findet man erstmal diverse Metal-Bands, teilweise aus dem Death-Metal-Umfeld. Dass dann gerade eine Band, die sich dem christlichen Rock verschrieben hat, den selben Namen wählt, war schon überraschend. Der Song selbst macht in den ersten Sekunden Lust auf mehr, dann verliert sich die Besonderheit aber schon und ich komme mir die ganze Zeit vor als höre ich einen Song der Killers, von Hot Hot Heat oder Mando Diao. Eigenständigkeit ist leider Fehlanzeige und da mir die drei genannten Bands auch nach nur kurzer Zeit schon auf die Nerven gingen, hat dieser Song auch nicht so wirklich viel Ohrwurmpotential für mich.

Rating: ★★☆☆☆ 

DJ Food – The Ageing Young Rebel (feat. Ken Nordine)

(von mir)
Das von mir vorgeschlagene Stück kann man nicht wirklich als Song bezeichnen. DJ Food[1] haben hier zusammen mit Jazz-Poet Ken Nordine eine Mischung aus Lounge-Jazz und Film-Noir-Soundtrack aufgelegt, die nur dann richtig wirkt, wenn man sich darauf einlässt. Es entsteht ein eigener kleiner Film im Kopfkino und das ist genau der Grund, warum ich solche Musik liebe. Der Text um einen Rebellen und seine personifizierten Eigenschaften, wenn auch ein wenig psychedelisch, regt zum Denken an. Und Wortkombinationen wie “Gentle Cruelty” sind sowieso mal toll. Was soll ich sagen, das Stück gehört seit Jahren zu meinen Favoriten und erst recht, weil das bisher keiner so wirklich teilen konnte, gebe ich ihm auch Punkte!

Rating: ★★★★★ 

Letzte Instanz – Monument der Stille

(von Konna)
Der Anfang klingt schon mal nicht schlecht. Aber was ist das für ne komische Stimme? Singen kann der Kerl nicht wirklich, oder? Die weiteren Instrumente, die nach der ersten Strophe einsetzen, machen’s auch nicht wirklich besser. Die Streicher geben dem Song dann den Rest und lassen ihn in etwas dilletantischem Schmalz ertrinken. Immerhin passt der Text da auch perfekt herein – absolut bösartiger Kitsch… – hätte so auch in der Schlagerparade auftauchen können. Sorry, Konna, aber mit dem Song haste bei mir schlechte Karten!

Rating: ½☆☆☆☆ 

Gotye – Hearts A Mess

(von beam)
Sowohl Song als auch Video sind mir schon seit einer ganzen Zeit bekannt – kein Wunder, kommt der Vorschlag ja auch von meiner Leipzigerin! Gotye ist so ein zweischneidiges Schwert. Er hat einige wirklich tolle Stücke, andere wiederum gehen mir doch ein wenig in Schmalz über. Heart’s A Mess kriegt die Kurve aber sehr gut und ist mein Favorit von dem Australier! Die ungewöhnlich melancholisch cinematische Instrumentierung, der Schlagzeugpart in der Mitte, der Text, alles spricht mich an. Ohrwurmqualitäten hat den Song sowieso. Wird immer wieder gern gehört! Das Video ist übrigens auch absolut toll!

Rating: ★★★★½ 

We Are Wolves – Psychic Kids

(von Kamil)
We Are Wolves habe ich vor einer ganzen Weile mal über Kamil kennen und lieben gelernt. Netterweise schlägt er auch gleich einen Song der Band vor und wird ausgelost. Der laute, rohe Elektronik-Punk der Band trifft genau meinen Nerv. Der perfekte Soundtrack zum Autofahren. Einziger Makel: “Psychic Kids” ist meiner Meinung nach im Vergleich zum Rest des Albums “Totale Magique” eher einer der schwächeren. Das tolle Video reißt es zwar wieder raus, aber das steht ja nicht zur Bewertung!

Rating: ★★★★☆ 

Mit 3,2 Punkten liegt mein Wertungs-Durchschnitt in dieser Runde mal wieder ziemlich hoch, angesichts der Tatsache, dass diesmal sogar drei der Songs in meiner eigenen Sammlung auftauchen, aber dann doch geringer als ich erwartet hatte.

Bleibt noch, einen neuen Song für die nächste Runde vorzuschlagen. Um euch nach dem Durchfallen von DJ Food diesmal wieder mehr Rock zu bieten, aber dennoch nicht zu leicht zu machen, hab ich mich für den Song “Pure Bedlam For Halfbreeds” von der ziemlich durchgeknallten Band “Polkadot Cadaver” entschieden! Wohl bekomm’s:

  1. Kleine Anekdote am Rande: DJ Food ist kein einzelner DJ sondern eher ein Projekt bestehend aus mehreren wechselnden Musikern. Der Name leitet sich daher, dass die Gründer des Projekts zu Anfang LPs mit Samples rausbrachten, die sich DJ Food nannten und sozusagen als Futter für DJs gedacht waren. []

Kommentare

1

Tja, mein Song zieht den Schnitt ordentlich runter. 😉 Kann deine Ausführungen zwar nicht so ganz nachvollziehen und finde den Sänger der Letzten Instanz sehr gut, aber ist wahrscheinlich ein Song, auf den man sich einlassen muss und den man in einer bestimmten Situation gehört haben muss, um ihn lieben zu lernen. Hab den auch erst relativ spät lieben gelernt, obwohl ich die Band schon länger höre.

Nächstes Mal dann vielleicht. 😀

geschrieben von Konna
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2

@Konna: Hmm, naja, da sieht man eben wie subjektiv man Musik bewertet ;). Dir geht’s mit meinem Vorschlag ja ganz ähnlich! Aber das ist ja auch gut so, sonst hätten wir heutzutage nicht diese musikalische Vielfalt.

geschrieben von beetFreeQ
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