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Rezension: The Dead Weather – Horehound

Come on look me in the eye
You wanna try to tell a lie
I’ll bet you can’t and you know why?
I’m just like your mother

The Dead Weather - HorehoundEs gibt nur wenige Bands, deren gesamtes Werk ich wirklich mag. Die White Stripes, The Kills und die Queens Of The Stone Age sind solche Bands. Was kann also schief gehen, wenn sich Jack White, Alison Mosshart, der QOTSA-Gitarrist Dean Fertita mit Raconteurs/Greenhornes-Bassist Jack Lawrence zusammentun, um ein Album aufzunehmen?

Auf Horehound destillieren die Vier das beste aus ihren anderen Bands und schmeißen es zu etwas Großem zusammen. Kein Song ein Flop, hier reihen sich rohe, experimentelle Blues-Rock-Kracher aneinander. Alison Mosshart schreit sich die Seele aus dem Leib, White rumpelt am Schlagzeug und lässt auch mal ein paar Textzeilen durch’s Micro dröhnen. Fertita und Lawrence geben dem schmutzigen Sound den letzten Schliff. Wobei Schliff eigentlich die falsche Bezeichnung ist – keiner der Vier hat ein Interesse daran, wirklich sauber zu spielen, aber das macht gerade den Reiz der Musik aus.

Was im minimalistischen “60 Feet Tall” beginnt, baut sich mit jedem Track zu einem dichteren Sound auf, findet in “Bone House” seinen Höhepunkt und klingt langsam aus. Vor allem die Stimme Mossharts reißt mit, aber auch instrumental kann die Band mit dem leicht psychedelischen “3 Birds” ein Highlight verzeichnen.

Ihr merkt’s schon, ich bin vollauf begeistert. Trotz der rohen Songs findet man mit jedem Hördurchgang neue geniale Details. Für mich ist Horehound ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Anspieltipps: Hang You from the Heavens, Treat Me Like Your Mother, Bone House, 3 Birds

Das Album bei Spotify

Treat Me Like Your Mother

Kommentare

1

Ich hab mir das Album nach mehreren Stream-Durchläufen vor einigen Tagen dann in physikalischer Form gekauft.

Viele sind ja nach ihren großen Erwartungen, die sie hatten, enttäuscht von dem Album, aber ich vesteh eh nicht, wie man solche “Supergroups” so extrem hypen kann. Ich habe was Gutes erwartet, nicht die Offenbahrung schlechthin und wurde nicht enttäuscht. Album des Jahres wird es bei mir sicher nicht, aber ich mag den rohen, rauen Sound. Es hat das musikalische Sommeloch sehr gut gefüllt und mehr brauche ich gar nicht. Ein gutes Album. Punkt.

geschrieben von LaRocca
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2

Ja, das ewige Hypen von solchen Bands geht mir auch etwas auf den Wecker. Und zu hohe Erwartungen darf man sich einfach nicht machen – das sind auch nur Menschen, die halt einfach gut Musik machen können. Dass diese Musik dann immer gleich die Offenbarung sein muss, ist doch Unsinn! Wenn vier bekannte gute Musiker zusammenkommen entstehen ja nicht gleich Songs, die viermal besser sind als von einem allein 😉

geschrieben von beetFreeQ
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3

Kannte ich noch nicht, gefällt mir aber irgendwie. Sollte ich mal im Auge behalten. 😉

geschrieben von Andy
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Engineering: where the noble, semi-​​skilled laborers execute the vision of those who think and dream. Hello, Oompa Loompas of science!

Sheldon Cooper (Big Bang Theory)

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