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Konna’s Ohrenschmalz

Bevor hier irgendwelche falschen Assoziationen aufkommen: Nein, der beetFreeQ hat nicht in irgendwelchen fremden Ohren gewühlt. Dies hier ist ein Gastbeitrag. Wie am Titel schon erkennbar bin ich Konna, der eine oder andere kennt mich vielleicht von meinem Blog Gedankendeponie. Dort habe ich im Rahmen eines Bloggercontests Gastbeiträge verlost und beetFreeQ hat einen gewonnen. Und was bietet sich bei zwei Musiksüchtigen besser an, als ein musikalischer Gastbeitrag, vor allem wenn die Musikgeschmäcker so verschieden sind? Eben. Darum habe ich mich dieses Mal für euch auf die Suche nach guter Musik gemacht, die dann doch etwas anders ist als das, was ihr hier so gewohnt seid. Ich hoffe, ihr findet trotzdem Gefallen daran. Und schon geht es los:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=33003852D17C05E2

Killswitch Engage – End of Heartache

Killswitch Engage sind eine US-Amerikanische Metalcore Band, die mittlerweile den Durchbruch geschafft haben und sogar schon einen Grammy für die beste Metal Performance abgestaubt haben. Und zwar für den Titel “End of Heartache”, der zwar ein wenig aus dem Rahmen fällt (die Songs und vor allem der Gesang sind sonst deutlich härter), aber durch seine melodiöse Art auch dort Gefallen finden kann, wo Metal sonst nicht ganz so gut ankommt. Für eine behutsame Einführung in die Metalwelt sehr gut geeignet.

Finntroll – Trollhammeren

Reisen wir weiter in eines der Mutterländer des Metal: Finnland. Dort sind auch die Folk-Metaller von Finntroll beheimatet, die die typische Black und Death Metal Instrumentierung mit traditionellen Instrumenten wie Flöten und Akkordeon anreichern, wodurch die Stücke Melodie gewinnen. Wer nicht von den geshouteten Vocals abgeschreckt wird, wird unweigerlich anfangen mit dem Bein zu wippen.

Delain – April Rain

Die Niederlande ist ebenfalls im Kommen, was Musik der härteren Richtung angeht. Vor allem melodische Metalklänge mit Frauenstimmen gibt es dort öfter. Delain fällt auch in die Kategorie Symphonic Metal, die allerdings oft als “Pop Metal” verschrien ist. Ich hätte allerdings nichts dagegen, wenn Pop sich immer so anhören würde wie dieses Stück. Bietet genug Möglichkeiten zum Kopfnicken, allerdings würde ich eher meinen Blick auf die hübsche Sängerin werfen und mich auf diesen melodiösen Track konzentrieren.

Gwar – Penguin Attack

Jetzt wird es kurios. Gwar sind eine Thrash-Metal und Shock-Rock-Band, was sich vor allem in ihren Liveauftritte sehr deutlich zeigt. Die von Künstlern und Musikern der Commonwealth-Universität in Virginia gegründete Band tritt nämlich immer in furchterregenden Kostümen auf und inszeniert auf der Bühne ein regelrechtes Schlachtfest. Mit künstlichem Blut, Urin, Sperma und Eiter wird nicht gegeizt und politisch unkorrekt werden Puppen von US-Präsidenten und -Ministern abgeschlachtet oder Babypuppen zerteilt und aufgespießt. Dazu gibt es dann Texte über alle menschlichen Tabus, die man sich vorstellen kann. Nichts für schwache Nerven also, aber durchaus faszinierend.

Opeth – The Grand Conjuration

Beschließen wir meinen Ohrenschmalz mit Opeth aus Schweden. Die 1990 gegründete Band konzentriert sich auf einen Mix aus Progressive und Death Metal, lässt den Death Metal aber immer weiter zurückgehen und experimentiert dafür mit anderen musikalischen Richtungen. Gute-Laune-Musik ist das freilich nicht, sondern düster und verstörend. Aber auch für solche Musik gibt es anscheinend genug Gelegenheiten, sonst würden die Alben nicht regelmäig in die Charts einsteigen, auch hier in Deutschland.

Kommentare

1

So, dann will ich gleich selbst mal was dazu sagen 😀

Killswitch Engage klingen ganz ok – so wirklich springt der Funke aber nicht über, dafür ist mir den Gesang zu kantenlos und der Song irgendwie zu unspannend.

Finntroll gefällt mir da schon um einiges besser! Das ist Metal, der Spaß bringt! Die werde ich mir definitiv merken!

Ich höre ja selbst Progressive Metal, wo die Schmalzgrenze schon ziemlich hoch liegt, aber der Symphonic Metal von Delain übertrifft das nochmal um einiges. Die Gitarren können gefallen, der Rest trieft geradezu 😉 – aber ich bin auch kein großer Fan der Kombination harte Gitarren und sanfter weiblicher Gesang…

Hmm, eine sehr feuchte Angelegenheit, das Video von Gwar. Lässt man aber mal die Schockeffekte, Kostüme und den verstörenden Text weg, bleibt nicht mehr viel übrig, was sie aus der Masse herausstechen lässt. Nicht so mein Ding…

Opeth gehören zu meinen liebsten Bands im Progressive-Metal-Umfeld, vor allem, weil sie wissen, wie man virtuos spielt, ohne den Schmalz zu sehr hervorzukramen. Toller Song!

geschrieben von beetFreeQ
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2

alles nich mein fall ausser KSE =D

geschrieben von kasumi
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3

Ihr mit eurem Schmalz 🙂 Ist schon ein bisschen eklig. Aber egal, hier mein Senf:

Killswitch Engage – End of Heartache: Gefällt mir ganz gut, schön metallisch und nicht überzogen auf den Core des Metal fixiert. Die Gitarren lassen deutlich härtere Hintergründe vermuten unterstreichen aber den fast schon Balladen-Charakter des Stückes.

Finntroll – Trollhammeren: Mutterländer des Metal? Ansichtssache 🙂 Folk-Metaller trifft es da schon besser. Die Mischung zwischen den Stilen in diesem Stück sind sehr gelungen und gefallen mir äußerst gut. Neben dem Folk sind auch Punk, Metal und HC Elemente enthalten. Interessante Mischung die leider nicht immer rund klingt.

Delain – April Rain: Die Frauen im Metal haben sich so ganz langsam aber sicher mein Herz erobert. Als die ersten Frauen im Metal Fuß fassen wollten (Doro Pesch beispielsweise) war ich skeptisch, doch die Mädels haben ihren ganz eigenen Stil in der Musik etabliert. Mädchen Metal ist dabei aber nicht abwertend gemeint sondern aufmunternd. Solche Bands versprechen sonnige Aussichten.

Gwar – Penguin Attack: Also die Bühnenshow in allen Ehren, aber viel mehr ist da nicht. Musikalisch einfach schlecht, in jeglicher Hinsicht. Wer schon schocken will, sollte das mit ein wenig mehr Background und Talent versuchen, so leider nicht.

Opeth – The Grand Conjuration: Wieder eine interessante Stilmischung die das Stück vereint, erinnert mich an Slipknot. Leider kann die Qualität nicht recht überzeugen, auch wenn die Einzeldarbietungen innerhalb des Stückes stimmen, in seiner Gesamtheit kann das Lied aber nicht punkten.

geschrieben von Robert
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4

@beetFreeQ: Na immerhin ist mit Finntroll eine interessante Band für dich dabei, die dir offensichtlich noch unbekannt war. Freut mich. 🙂

@kasumi: Naja, auch immerhin eins, aber die kanntest du schon vorher, nehme ich an?

@Robert: Schmalz und Senf zusammen? DAS ist eklig. 😉

Finde deine Einschätzungen allesamt nachvollziehbar. Vor allem auch den angesprochenen “Mädchen Metal” sehe ich sehr positiv. Da ist zwar teilweise noch ein bisschen Feinschliff nötig und es gibt auch weniger gute Bands in diesem Bereich, aber einiges ist doch sehr vielversprechend.

geschrieben von Konna
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5

@Robert: Hehe, wenn Konna es nicht schon gesagt hätte, wäre ich auch mit der Mischung aus Schmalz und Senf gekommen 😀

@Konna: Ja, den Namen Finntroll hab ich zwar schon mal gehört und wusste auch grob, worum es sich dreht, allerdings hatte ich mir bisher nie was von denen angehört. Das hat sich ja jetzt geändert!

geschrieben von beetFreeQ
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[…] wie mein Music Mixtape. Die aktuelle Ausgabe habe ich übernommen und so ist der Gastbeitrag “Konnas Ohrenschmalz” entstanden, der aber natürlich meinen Musikgeschmack enthält und ein bisschen mehr Metal […]

gesendet von In eigener Sache: Konnas Ohrenschmalz auf freeQnet
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