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Too Much To Dream – mein Mixtape zur Blogparade

Cover des MixtapesGestern am späten Abend hatte ich dann auch das Mixtape zu meiner eigenen Blogparade fertig. Genau die passende Zeit, denn mein Tape stellt die – zumindest für mich – perfekte Beschallung einer warmen Sommernacht dar. Mit ein paar Kerzen und einem Räucherstäbchen auf dem Balkon sitzen, einen Cidre trinken und diese Musik hören, das ist ein wirklich gelungener Ausklang eines Sommertages. Aber Achtung, diese Musik eignet sich nur bedingt für süße Träume!

Musikalisch hab ich mich dabei weniger an den Texten sondern einfach an der Stimmung und Dramaturgie der Musik orientiert. Dabei ist ein ziemlicher Spagat zwischen psychedelischem Rock der 60er und 70er und elektronischer Chillout-Musik der Moderne entstanden. Klingt etwas gewagt, funktioniert aber. Allen Songs gemein ist, dass sie sich wunderbar zum Abdriften in Gedankenwelten eignen und einen wunderbaren Soundtrack für’s Kopfkino abgeben, wenn passend zur Nacht des Öfteren etwas düster!

Hier erstmal das Tape, wie ich es bei Grooveshark zusammengestellt habe. Die 13 Songs haben eine Gesamtlänge von etwas weniger als einer Stunde. Eine kurze Erläuterung zu den Songs findet ihr darunter!

Seite A

  1. The Electric Prunes – I Had Too Much To Dream Last Night

    Den Anfang macht der titelgebende Song aus den 60ern. Zwar ist hier von “Last Night” die Rede, aber das soll uns mal nicht stören. Dafür eignet sich der Song schön als Einleitung zum Sonnenuntergang.

  2. The Beatles – Tomorrow Never Knows

    Vielleicht der psychedelischste Song der Beatles und eine perfekte Fortsetzung für interessante Träume. Interessant ist der Song auch dadurch, dass es in den 60ern eins der ersten Stücke war, die intensiv mit gesampelten Geräuschen arbeiteten.

  3. The Third Bardo – I’m Five Years Ahead Of My Time

    Bleiben wir noch etwas in den rauchverhangenen 60ern. So nach und nach wird’s draußen auch dunkler.

  4. Shocking Blue – Love Buzz

    Ein wenig mehr Sitar kann thematisch ja auch nicht schaden. Die meisten werden diesen Song übrigens entweder im Cover von Nirvana oder als massive Samplequelle in “Phoenix” von The Prodigy kennen.

  5. Jefferson Airplane – White Rabbit

    Ein letztes Rot ist noch am Horizont zu sehen, die Nacht ist allgegenwärtig. Zeit, sich vom weißen Kaninchen in die Gedankenwelt entführen zu lassen.

  6. The Velvet Underground – Venus In Furs

    Es gibt glaube ich kaum einen Song, der sich besser eignen würde, nach White Rabbit gespielt zu werden, als dieser!

  7. Portishead – Threads

    Beginnen wir die Metamorphose zum elektronischeren Teil des Tapes. Portisheads Ausflüge in den Psychedelic Rock auf ihrem aktuellen Album eignen sich hier bestens. Nicht vom düsteren Ton der Musik abschrecken lassen! Es muss nicht immer Schmusemusik sein, um zu entspannen!

  8. Massive Attack – Dissolved Girl

    Wenn schon Neo zu diesem Song in “The Matrix” so gut schlafen kann, dann gehört das Stück hier auch mit hinein. Die härteren Gitarren ab der Mitte geben einen schönen Kontrast zum träumerischen Gesang.

Seite B

  1. Leila – Mettle

    Hiermit erreichen wir den düstersten Moment des Mixtapes. Leicht alptraumhafte Klanglandschaften tun sich auf.

  2. Amon Tobin – Four Ton Mantis

    Ha, die Nacht hat ja grad erst angefangen – da bleiben wir noch weiter in düsteren Gefilden und lassen Amon Tobin’s Riesen-Insekten los!

  3. Peace Orchestra – Marakesh

    In Marakesh geht’s wieder ein wenig netter zu. Wir wollen ja auch keine zu starken Alpträume heraufbeschwören!

  4. Kenji Eno – The Fear Theme (The Cinematic Orchestra’s Re-Integration)

    Keine Sorge, der Name lässt zwar Angst einflößendes erwarten, ganz so böse wird’s aber nicht. Wir sind nur noch etwas weiter gen Osten ins Land der aufgehenden Sonne gereist – die Nacht bleibt uns aber erhalten.

  5. Red Snapper – They’re Hanging Me Tonight

    Hier endet die Reise. Und wer sich nicht mit hängen lässt, darf langsam die Augen schließen und den wohlverdienten Schlaf genießen.

Kommentare

1

Geiles Tape! Das meiste kenn ich zwar nicht, aber insgesamt eine sehr harmonische Mischung, die wirklich Lust darauf macht, sich mal vor das weit geöffnete Fenster zu setzen und der Sonne beim Untergang zuzuschauen (nur, dass das bei mir leider etwas unmöglich ist – nicht nur wetterbedingt). Mein persönliches Highlight bildet natürlich “White Rabbit” von Jefferson Airplane. Wie könnte es auch anders sein? ;)
Das Kerzenfoto gefällt mir übrigens auch sehr gut.

geschrieben von LaRocca
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2

Danke! Hier war der Balkon am WE auch nicht unbedingt der Ort, an dem man sich lang aufhalten wollte. Es gab zwar mal trockene Phasen, aber die wurden immer wieder von Platzregen unterbrochen. Dafür schläft’s sich nachts jetzt dank der Abkühlung etwas besser ;)

Das Kerzenfoto ist leider nicht von mir. Ich hab’s von einer Seite für kostenlose Stock-Fotos. Fand aber auch, dass es gut zum Thema passt!

geschrieben von beetFreeQ
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3

Hui :) Ich musste gleich mal wieder meine Lava-Lampe rausholen und wurde daran erinnert mir nochmal diese Kohlebrennteile für die Wasserpfeife zu besorgen. Apfel oder Vanille? Das Stück von Massive Attack (das ich bis jetzt noch nicht kannte) ordne ich jetzt mal unter sehr gelungen ein. Ich sollte mir dein Tape für einen gemütlichen Abend bookmarken. Klasse Beitrag!

geschrieben von Robert
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4

@Robert: Ich wäre für Vanille. Räucherstäbchen kommen mir aber eigentlich nur in der Sorte “Nag-Champa” ins Haus. Was da genau alles drin ist, weiß ich nicht, aber der Duft ist wirklich genial!

Und danke für das Lob. :)

geschrieben von beetFreeQ
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5

So, nun auch noch mal persönlich:

Ich finde die erste Hälfte besser (Trivia: der Beatles-Track besteht fast nur aus C-Dur), aber für so einen schwülen Sommerabend würde ich sowas durchaus genießen können.

geschrieben von juliaL49
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6

@juliaL49: Ja, dass du die erste Hälfte besser findest, hab ich mir gedacht. Aber schön, dass die Mischung so auch ankommt!

geschrieben von beetFreeQ
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