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Rezension: Patrick Watson – Wooden Arms

After all the flames in the morning
The quiet ashes fell for hours and hours
In the morning rise
Oh we planted our skin
Like a seed in the ground

Patrick Watson - Wooden ArmsMeine erste Begegnung mit Patrick Watson fand auf dem grandiosen “To Build A Home” vom Cinematic Orchestra statt. Nach einigen vermutlich eher unglücklich gewählten Hörproben seiner Soloarbeiten tat ich ihn aber schnell als langweiligen Singer/Songwriter ab, wo ich sowieso mit zu androgynem Stil eher wenig anfangen kann. Glücklicherweise gab ich ihm dank einiger vielversprechender Reviews zu “Wooden Arms” eine zweite Chance.

Singer/Songwriter ist zwar schon grob die Schublade, in die sich Patrick Watson stecken lässt, aber er nimmt noch so einiges an Einflüssen mit sich, die dem Gitarrenzupffreund etwas schwer im Magen liegen könnten. Andere nennen Vergleiche mit Antony And The Johnsons oder Rufus Wainwright, ich würde Wooden Arms aber eher als Symbiose aus Jeff Buckley, Andrew Bird und Owen Pallett (Final Fantasy) ansehen, die noch eine gewaltige Ladung Klassik und Folklore getankt hat.

Cinematische Theatralik in ein Songkorsett zu zwängen, ohne ihr die Luft abzudrehen, ist nur eine Fingerübung für Watson. Zusammen mit seinen drei Mitmusikern erkundet er aber auch psychedelische Landschaften, experimentiert mit verschiedensten Instrumenten und lässt über allem seine markante Stimme erklingen. Hier und da blitzt etwas Jazz auf und kaum droht etwas in zu konfuse Gefilde abzudriften, kriegt die Band die Kurve und schickt das nächste Wow-Erlebnis hinterher.

Nachdem “Wooden Arms” nun nach kurzer Zeit schon ein heißer Favorit auf mein liebstes Album 2009 geworden ist, werde ich den Vorgänger-Scheiben sicher auch noch eine weitere Chance geben! Ich bin mir sicher, dass es sich lohnen wird!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Anspieltipps: Beijing, Traveling Salesman, Where The Wild Things Are, Machinery Of The Heavens

Das Album bei Spotify

Beijing (live)

Kommentare

1

Den Spotify-Link kann auch ich liefern:

Wooden Arms ist aber das einzige dort verfügbare Album.

Sowas nennst du Singer/Songwriter?! Das geht wirklich mehr in die Richtung Jazz – wenn auch nur ganz leicht. Ist nicht sooo mein Fall.

geschrieben von juliaL49
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2

Danke für den Link!

Ja, letztendlich lebt die Musik ja von ihm und seinem Klavier bzw. teilweise der Gitarre. Jazz ist zwar ein wenig mit drin, aber im Kern sind es alles kleine Songs, die eine Geschichte erzählen.

geschrieben von beetFreeQ
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