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Köstlichkeiten auf der Kieler Woche

Segelkulisse
Creative Commons License photo credit: wetterrolf

Da es ja zumindest tonnenweise Leute gibt, die mich auf der Suche nach der Kieler Woche über Google erreichen und das Wetter nach dem wechselhaften Wochenende nun wohl ungewohnterweise den Rest der Woche sonnig bleiben soll, will ich doch gleich mal ein paar weitere Tipps für das größte norddeutsche Volksfest raushauen! Zu den Musiktipps vom letzten Mal gesellen sich nun also noch ein paar kulinarische, denn die KiWo ist mehr als nur Musik, Besäufnis und Schiffe!

Ein absoluter Pflichtbesuch auf der Kieler Woche ist definitiv dem internationalen Markt auf dem Rathausplatz abzustatten. Die verschiedensten mehr oder weniger exotischen Länder bieten hier nicht nur authentischen Schmuck und Klimbim an sondern auch Speisen, die man nicht unbedingt im Restaurant um die Ecke aufgetischt bekommt. Die Preise halten sich da durch Probierportionen mit 3-5€ etc. im annehmbaren Rahmen, um gleich an mehreren Ständen etwas zu probieren. Tipp: Mit seiner Liebsten losgehen und sich jedes Gericht teilen – so lernt man zusammen noch mehr Köstlichkeiten kennen!

Folgende Länder sind dieses Jahr vertreten[1]:

  • Argentinien – bekannt für leckere Steaks sind diese natürlich auch die Hauptattraktion. Neben verschiedenen Steak-Variationen gibt es auch Chorizo sowie Maiskekse und Quittenkuchen. Sehr zu empfehlen ist die Mitnahme eines Gläschens Chimichurri
  • Australien – leider gibt es hier kein Känguru, was wohl nach kurzer Nachfrage schwierig auf so einem Fest anzubieten ist, da das Fleisch sehr heiß gebraten und danach sofort gegessen werden muss, damit es nicht zu Gummi wird. Mit Lammkotelett, Scampi und Gambas wird man aber dennoch gut bedient.
  • Belgien – neben dem fast obligatorischen belgischen Bier ist vor allem die Ardennenpfanne und der Burgunderbraten zu empfehlen. Etwas überraschend befindet sich der Stand dieses Jahr auf der Seite zur Deutschen Bank hin und nicht gegenüber wie bisher.
  • Dänemark – unser nördliches Nachbarland wartet vor allem wie üblich mit Eis und Hot Dogs auf. Ist jetzt nicht soooo aussergewöhnlich.
  • Estland – außer Knoblauchbrot und Bonbons nichts gewesen. Schade!
  • Finnland – für etwas mehr als die an anderen Ständen üblichen Preise kann man sich hier vor allem an frisch gegrilltem Lachs laben. Ich hab mir sagen lassen, dass die Portionen ihren Preis wirklich wert sind! Rentier kann man übrigens auch probieren!
  • Frankreich – die Franzosen schöpfen wie immer aus dem Vollen und bieten Feinschmeckern wieder verschiedenste Käse- und Wurstspezialitäten, verschiedene Flammkuchen sowie Weinbergschnecken, Austern und Scampi!
  • Griechenland – neben dem obligatorischen Gyros sind überraschend viele Nudelpfannen im Angebot. Pilafi und Pita runden das Angebot ab.
  • Großbritannien – leider gibt’s mit Fish & Chips, Baked Potatoes und Pommes nur die üblichen Verdächtigen, aber wett gemacht wird das durch den netten Süßigkeitenstand, der allerlei klebriges Zeug aus UK und USA wie Reese’s Pieces, Cadbury-Riegel oder Cream-Soda im Angebot hat. Für die Pub-Atmosphäre sorgen wieder Live-Musiker.
  • Indien – verschiedene Currys und Chicken Tandoori-Art sind die Besonderheiten. Pakoras und Samosas sind zwar auch lecker, schmeckten mir beim Nepalesen aber noch besser!
  • Indonesien – Idonesien ist bekannt für seine leckere Küche und wird dem mit Chicken Satey, Nasi Goreng und verschiedenen Snacks gerecht.
  • Irland – die Iren machen’s besser als die Briten und warten mit Wildlachs, Stew, Guinness Goulasch und Apple-Tart auf. Zudem ist die gute Musik auf dem Stand auch nicht zu verachten.
  • Italien – Pizza und Pasta sind Standard. Daneben sind aber vor allem die verschiedensten Meerestiere wie Hummer, Calamares oder Scampi von Interesse!
  • Mexiko – Da Kiel mit dem El Paso und dem Santa Fe gleich zwei Restaurants mit überwiegend mexikanischen Speisen hat, fallen die Angebote des mexikanischen Stands mit Nachos, Burritos und Quesadillas nicht wirklich aus dem Rahmen.
  • Nepal – klein aber fein ist das Angebot aus Nepal. Reis Pulau-Art sowie Momos, Samosas und Pakoras sind wirklich empfehlenswert!
  • Niederlande – Fisch, Käse, Wurst und Pommes sind überschaubar, an den Poffertjes komme ich aber nie vorbei, ohne eine Portion zu essen!
  • Österreich – die üblichen österreichischen Spezialitäten mit “tl” oder “erl” am Ende sind im Repertoire. Nicht ganz meine Küche, aber sicher lohnenswert, wenn man’s deftig mag.
  • Pakistan – kann sich nicht wirklich von Indien absetzen. Samosas, Pakoras und verschiedene Currys gibt’s an beiden Ständen. Sind aber auch in etwa gleich lecker!
  • Peru – als eins der wenigen südamerikanischen Länder kann Peru mit seinen Gerichten voll punkten. Exotisch und gut!
  • Polen – Deftig wie eh und je. Würste, Schaschlick, Schweinshaxe und Sauerkraut sind aber nicht wirklich außergewöhnlich in unseren Breitengraden.
  • Ruanda – mein absolutes Highlight auf der Kieler Woche! Die Gerichte von Spinat mit Erdnusssoße über Hähnchen in Kokossoße, Couscous, Krokodil und Rauchfleisch von verschiedenen Antilopen ist alles empfehlenswert – nur leider gibt’s wenig zum Probierpreis. Das Geld ist der Geschmack aber definitiv wert!
  • Schweden – Aushängeschild ist dieses Jahr der nicht grad billige Elch-Burger. Es gibt aber auch erschwinglichere Elch- und Rentierspeisen. Auch die Scampi- und Lachsröllchen sind wirklich lecker!
  • Serbien – Cevapcici, Nackensteak und Eintopf sind im Angebot. Das Gemüse holt man sich woanders 😉
  • Spanien – wie schon die Italiener warten auch die Spanier mit Traditionellem (Paella) und vielen Meerestieren auf. Welches Land einem mehr liegt ist Geschmackssache!
  • Thailand – typische Thai-Currys und die Saté-Spieße waren zu erwarten. Unbedingt probieren sollte man aber die kleinen frisch gemachten Gebäcksorten mit exotischen Früchten!
  • Tschechien – Die Tschechen warten wie Nachbarland Polen mit auch hierzulande altbewährtem auf. Prager Schinken, Knödel und Gulasch sind zwar lecker, aber angesichts des exotischen Angebots anderer Stände eher zu vernachlässigen.
  • Türkei – netterweise haben die Türken neben den üblichen Gerichten vom Dönerladen um die Ecke auch ein paar Besonderheiten im Angebot, die in Deutschland noch nicht so unbedingt alltäglich sind.
  • Ungarn – auch Ungarn holt die typische Küche hervor und flutet den Markt mit noch mehr Gulasch, Sauerkraut und Bratkartoffeln. Lohnt in meinen Augen nur, wenn man’s nicht von zu Hause kennt und die anderen Stände schon durch hat.

Natürlich muss man auch abseits des internationalen Markts nicht verhungern, so buhlen doch diverse Grillwürste, Nackensteaks, Döner, asiatische Nudelpfannen, mittelalterliches und sonst so ziemlich alles um die Gunst der Besucher. Eine kleine Empfehlung sei hier vor allem der Bereich um die Hörn herum. Neben diversen internationalen Ständen auf der Bahnhofseite der Hörn kann vor allem das “Unser Norden”-Dorf durch unschlagbare Preise glänzen! Ein Nackensteak gibt’s hier beispielsweise schon 1-2€ günstiger als fast überall sonst auf der Kieler Woche!

Das soll’s auch erstmal gewesen sein. Ich will euch ja nicht noch mehr Magenknurren bereiten als nötig. Vielleicht sieht man sich ja auf der Kieler Woche! Ich werde sicher noch den einen oder anderen Tag unterwegs sein und die Leckereien abklappern!

  1. eine ziemlich vollständige Liste aller Speisen gibt’s hier! []

Kommentare

1

Aber du hast nicht wirklich alles porbiert? 😀

geschrieben von kamil
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2

Ne, alles nicht. Aber so einige Sachen kenne ich über die Jahre schon und gehe halt einfach mal davon aus, dass sie die Qualität gehalten haben 😉

geschrieben von beetFreeQ
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3

Der internationale Markt ist super, den besuche ich auch jedes Jahr. Und auch dieses Mal freue ich mich schon, mich ein wenig “durchzufressen”. Ist immer so schade, wenn man dann irgendwann satt wird. 😀

geschrieben von Konna
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4

Ja, das Sattwerden ist das große Problem. Da ist es schon praktisch, wenn man mehrere Tage auf der KiWo unterwegs ist und immer was anderes probieren kann.

geschrieben von beetFreeQ
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