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beety’s Ohrenschmalz – Episode 30

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Creative Commons License photo credit: aphextim

Ha, nachdem ich euch das letzte Mal mehrere Monate warten ließ, hab ich diesmal nur drei Wochen gebraucht, um wieder fünf neue Künstler für die nunmehr 30sten Episode Ohrenschmalz zusammenzustellen. Neu ist allerdings auch ein wenig übertrieben, blicken doch einige der Vorgestellten schon auf eine sehr lange Karriere zurück.

Die Reise geht diesmal von laut zu leise, von rockend zu jazzend. Die Videoplaylist und kurzen Vorstellungen der Künstler gibt’s wie immer nach dem Klick!

http://www.youtube.com/view_play_list?p=07B53BE318969561

Th’ Legendary Shack*Shakers – Ichabod
Die vier Typen aus Nashville bringen die Bühne zum Kochen wie kaum eine andere Band. Ihr grob als Psychobilly-Polka-Punk zu beschreibender Stil ist roh, wild und vor allem laut. Passend dazu hat Frontmann J.D. Wilkes eine derartige Bühnenpräsenz, dass Jello Biafra (Dead Kennedys) ihn den letzten großen Rock&Roll-Frontmann nannte und Robert Plant einer der größten Fans der Band ist. Alles absolut passend!

Dukes Of Stratosphear – What In The World
Was im ersten Moment wie eine Band aus den psychedelischen 60s klingt, entstand eigentlich erst in den 80ern als Hommage und Parodie an eben diese Ära mit Bands wie den Kinks oder den Beatles. Hinter dem Namen “Dukes Of Stratosphear” stecken auch alles andere als Unbekannte, denn aus dem selben Line-Up besteht auch die britische New-Wave-Band XTC. Im Gegensatz zu der eher sozialkritischen Musik unter dem Originalbandnamen verkaufte sich die Musik der Dukes im Königreich sogar besser.

Cassandra Wilson – Death Letter
Der Name Cassandra Wilson wird sicher jedem Jazz-Fan ein Begriff sein. Sie gilt als die größte lebende Jazzsängerin und kann sich dank ihrer einzigartigen Stimme ohne weiteres neben Legenden wie Nina Simone oder Ella Fitzgerald behaupten. Cassandra ist aber nicht nur im Jazz zuhause, sondern beglückt auch Genres wie Pop, Blues und R&B mit ihrer tollen Musik. Mein absoluter Favorit ist übrigens ihre Interpretation von “I Can’t Stand The Rain” – unbedingt reinhören!

Jon Kennedy – Am I Groovin’ You?
Der britische Drummer und elektronische Musiker Jon Kennedy wurde 2000 von Mr Scruff entdeckt, dem er ein Demotape zusteckte. Dem gefiel die von getragenen, oft jazzigen Beats geprägte Musik so gut, dass er sie gleich im Radio spielte und damit Labels auf Kennedy aufmerksam machte. Mittlerweile sind drei Alben erschienen, die allesamt in eine gut sortierte Chill-Out-Lounge gehören!

Alif Tree – Forgotten Places
Franzose Alif Tree schlägt in eine ganz ähnliche Kerbe wie Kennedy. Seine Musik ist aber noch ein gutes Stück jazziger, was nicht zuletzt den Samples von Sängerinnen wie Nina Simone oder Shirley Horn geschuldet ist. Wie da dann aber auch noch Schubert und Steve Reich dazwischen passen, hört ihr euch am besten selbst an! Es lohnt sich!

Kommentare

1

Th Legendary Shack Shakers: Eigentlich hast du ja schon die zentralen Attribute der Band mehr als treffend beschrieben. Der Iggy Pop Verschnitt hat auf eine ganz charmante Art nicht mehr alle Latten am Zaun. Die Musik ist schnell und sehr punkig und äußerst gut zum Pogen geeignet, leider wird das meist nicht gern gesehen. Aber als Einstreuer für einen gelungenen Party-Abend finde ich die Jungs äußerst gut, ich fürchte für mehr reicht mein Geschmack nicht aus.

Dukes of Stratosphere: Im Zuge der Retro-Wellen die unser Land durchschnellt trifft auch diese Band den Zeitgeist. Obwohl ich die New-Waver von XTC als solches sehr schätze, kann ich mich persönlich mit diesem Projekt anfreunden. Rein Objektiv halte ich die Mischung aber für sehr gelungen obwohl man m. E. die Orginalbesetzung heraushört.

Cassandra Wilson: Leider ist Jazz nun mal gar nicht meine Musikrichtung, obwohl viele behaupten es sei der Ursprung vieler Richtungen. Diese Musik gibt mir leider nichts von dem, was ich von Musik normalerweise gewohnt bin. Deswegen: Keine Meinung.

Jon Kennedy: Ich gebe Dir recht, gehört in jede Chill-Out-Playlist. Mir gefällt, das es etwas abwechslungsreicher ist, als der übliche Café Del Mar Mist, außerdem überzeugt es mit guten Ideen und hat einen echte groovigen Groove 😉

Alif Tree: In der Tat, könnte als nächstes Lied in der Playlist folgen, obwohl ich dieses Stück noch etwas besser und interessanter finde. Geht etwas weg vom dahinplätschern, sondern mehr zum hinhören. Das ich die Stimme von Nina Simone sehr schätze, sage ich bereits (oder auch nicht), deswegen kamen mir eine Fetzen auch bekannt vor.

geschrieben von Robert
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2

Hui, danke für die ausführliche Antwort! Hatte gar nicht erwartet, dass ich deinen Geschmack abgesehen von XTC hier irgendwo treffe 😉

Zu Café Del Mar: Ja, das ist für mich auch der Inbegriff einschläfernd monotoner Musik. Dabei muss ruhige Elektronik nicht so eintönig klingen sondern kann manchmal wirklich geniale Szenerien im Kopfkino entstehen lassen!

geschrieben von beetFreeQ
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Kein Wind bewegt die Stille,
die Luft ist regungslos,
als wenn die Welt an diesem Ort in ihrem Atmen innehält

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