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gelesen: The Fountain (Darren Aronofsky / Kent Williams)

The FountainWer bei dem Namen Darren Aronofsky und “The Fountain” hellhörig wird, kennt vermutlich den Film. Aber gelesen? Die Entstehungsgeschichte des Films kennen sicher nur wenige derjenigen, die ihn letztendlich gesehen haben. Und in dieser Geschichte spielt die gleichnamige Graphic Novel eine wichtige Rolle!

Urprünglich sollte Darren’s bisher ambitioniertester Film ein für 70 Mio. $ teuer produzierter Streifen mit Brad Pitt und Cate Blanchett in den Hauptrollen werden. Sogar die Dreharbeiten hatten schon begonnen, als es Meinungsverschiedenheiten gab, Brad Pitt das Projekt verließ und es damit gestorben war. Aronofsky war tief bestürzt, wollte sein Script aber nicht ad Akta legen und hatte die Idee, es zu einer Graphic Novel umzustricken.

Als er Zeichner Kent Williams das Drehbuch gab, war dieser Feuer und Flamme es umzusetzen. Aronofsky wurde mit jedem Schnipsel an fertigem Material, den er zu sehen bekam, ebenfalls immer euphorischer und realisierte, dass er die teure Produktion des Films gar nicht nötig hatte. Er war ein Indie-Regisseur und als solcher in der Lage, auch mit wenig Geld seine Ideen umzusetzen. Dementsprechend schrieb er sein Script kurzerhand um und ließ den Film in abgewandelter Form für nur noch 35 Mio. mit seiner Frau Rachel Weisz und Hugh Jackman in den Hauptrollen Wirklichkeit werden.

Die Graphic Novel erzähl die ursprüngliche Version des Drehbuchs. Wer den Film kennt, wird sich schnell zurecht finden, einige neue Aspekte entdecken und andererseits auch einiges vermissen. Für sich gesehen ist das Buch aber eine eigenständige, mindestens ebenso beeindruckende, esoterische Erfahrung.

Die Geschichte um ein Liebespaar, das in drei jeweils 500 Jahre auseinander liegenden Zeitebenen den Tod zu überwinden und das ewige Leben zu erreichen sucht, wirkt in den tollen Bildern von Kent Williams gut aufgehoben. Alle Zeitebenen haben ihre eigenen Farben, die teils skizzenhaften, teils vollwertige Gemälde darstellenden Bilder fangen die Story super ein. Zwar sind sie nicht so bildgewaltig wie der eigentliche Film, können durch ihren eigenen, völlig anderen Stil aber als ebenbürtig angesehen werden.

Fans von guten, nicht allzu typischen Graphic Novels sei das Buch ans Herz gelegt. Liebhaber des Films sollten sich die gezeichnete Fassung erst recht unbedingt ansehen! Beim Verlag Vertigo gibt es übrigens eine Leseprobe zum Download! Ich empfehle die von mir gelesene englische Originalversion, eine gut übersetzte deutsche Version ist aber auch erhältlich!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

You dress up for Armageddon
I dress up for summer!

The Hives

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