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Internette Obamanie

Ich bin ja normalerweise nicht grad der politisch interessierteste Mensch, den man so finden kann. Dafür kenne ich mich in dem Thema einfach zu wenig aus und will mich da auch gar nicht zu sehr reinfuchsen. Für eine hoffentlich sinnvolle Entscheidung bei Wahlen sollte es allerdings schon reichen.

Die Wahl in den USA beobachte ich aber schon mit großem Interesse, denn ich glaube, sie ist nicht nur durch Obama als erster schwarzer Präsidentschafts-Kandidat ein historisches Ereignis. Ich denke, die USA befindet sich ganz unabhängig davon auf der Schwelle eines Umbruchs. So langsam aber sicher bröckelt die Mauer, die die Bevölkerung des Landes um sich herum aufgebaut hat. Die Scheuklappen verschwinden, man erkennt wieder, dass man nur eine (sehr große) Nation unter vielen ist und es auf der Welt noch weit mehr von Interesse gibt, als das eigene Land, die zu bekämpfende Gefahr durch Terroristen und Sicherung des Öl-Nachschubs.

Das Internet hat gerade die jungen Amerikaner zu weltoffeneren Menschen gemacht, als es die oft sehr konservativen Eltern sind. Und die Jugend ist auf dem Vormarsch. Man erwartet eine rekordträchtige Wahlbeteiligung – und die wird zu großen Teilen durch die jungen Leute erreicht, die sich endlich für die Welt interessieren. Natürlich tut auch der überdurchschnittlich hohe Anteil an schwarzen Wählern ihr übriges, aber der Weg scheint klar zu sein: raus aus dem internationalen Feindbild des Überstaats hin zu einer Nation, die mit dem Rest der Welt zusammen arbeitet. Hoffen wir, dass Obama nach seinem Wahlsieg diesen Trend fortsetzen kann und will!

Kommentare

1

Was auch interessant ist: Die Prognosen und Umfragen waren ziemlich zutreffend! Die Wahl ist fast genauso ausgegangen wie ich vorher auf einer täglich aktualisierten Seite mit Umfragen beobachtet habe.

geschrieben von Schaps
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2

Ja, das hatte man nach den ziemlich mysteriösen Sinneswandeln vieler Wähler der letzten Wahl 2004 ja nicht wirklich erwartet 😉 – aber vielleicht wär’s diesmal auch einfach zu offensichtlich gewesen, da was zu manipulieren…

Was ich aber auch interessant finde, ist, dass die Gesellschaftsschichten dieses Mal relativ ähnlich abgestimmt haben. Beim letzten Mal war richtig zu sehen, dass die weniger gebildeten und älteren Leute Bush gewählt haben und die gebildeteren und jüngeren Kerry. Nur etwas schade finde ich, dass Obama bei der rein “kaukasischen” Bevölkerung verloren hätte. Da die USA aber zu fast einem Drittel aus anderen Hautfarben und Nationalitäten besteht, hat’s ja trotzdem gepasst :)

geschrieben von beetFreeQ
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