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beety’s Ohrenschmalz – Episode 28

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Huch – es sind ja wirklich schon fast drei Monate seit dem letzten Ohrenschmalz her! Das geht nicht! Da muss ich euch ungeachtet der Tatsache, dass ich in den letzten Tagen eh schon viel Musik hatte, doch endlich mal wieder ein paar wirklich tolle Musiker vorstellen. Und in der Zeit hat sich auch so einiges angesammelt. Dementsprechend vielseitig sind wir heute – von Krautrock über Folktronica, brasilianische Avantgarde, Indie Pop bis zu Breakbeat-Klassik ist alles drin!


http://www.youtube.com/view_play_list?p=38FE2880DE0B46C7

Amon Düül II – Archangels Thunderbird
Aus einer Münchner Künstler-Kommune ging Ende der 60er eine der wohl wichtigsten deutschen Rockbands hervor: Amon Düül II. Mit ihrem von Improvisation, psychedelischen Klangteppichen und wegweisenden Gitarrenriffs geprägtem Stil wurden Sie vor allem in Groß Britannien bekannt, gelten aber auch hier als Kultband des Krautrock. Auch wenn es in den 80ern langsam ruhig um die Band wurde, besteht sie in der einen oder anderen Form bis heute weiter.

Tunng – It’s Because… We’ve Got Hair
Die Briten von Tunng habe ich selbst gerade erst vorgestern bei der Diagonale entdeckt und sofort lieben gelernt. Ihre Mischung aus Folk und Elektronik versetzt mit vielen wunderbaren kleinen Details, tollen Texten und nicht zuletzt schönen Videos macht ihre ruhige Musik zu etwas ganz besonderem, das Aufmerksamkeit mehr als verdient hat!

Tom Zé – Taka Tá
Der fast 72-jährige Brasilianer Tom Zé ist ein komischer Kauz. In den 60ern war er einer der wichtigsten und einflussreichsten Musiker des Tropicália-Stils, verschwand zu dessen Höhepunkt dann aber völlig von der Bildfläche. In den 90ern war es Talking-Heads-Gründer David Byrne zu verdanken, dass Tom wieder auftauchte und die Musikszene seitdem wieder mit seiner Musik beglückt. Seinen heutigen Stil kann man sicher als moderne Variante des Tropicália bezeichnen und wird hoffentlich noch mehr Bands aus der alten Zeit wieder hervorholen.

Broadcast – Pendulum
Wenn das für eklektische elektronische Musik bekannte Warp-Label eine richtige Band ins Boot holt, mag das heute nicht mehr so besonders sein, sollte aber in den 90ern schon etwas heißen. Mit ihrem stark vom Pop der 60er und den Synthesizer-Experimenten der 70er geprägten und meist melancholisch versetzten Stil fügten sie sich aber problemlos in den vielfältigen Katalog des Labels ein. Zuletzt entwickelte sich ihre Musik zwar mehr in Richtung minimalistischem Post Punk, kann die Wurzeln der Band aber nicht leugnen.

Venetian Snares – Szamár Madár
Den Abschluss bildet heute eine kleine Mogelpackung. Was mit klassisch anmutenden Streichern beginnt, vermischt sich schnell mit aberwitzigen Breakbeats und Gabber-Anleihen – sanfte Gemüter seien also gewarnt. Der dahinter steckende Aaron Funk ist aber sowieso bekannt für durchgeknallte Stilmischungen und Wechsel. Selbst die meist allgegenwärtigen geshredderten Breaks werden mal für ein ganzes Album beiseite gelegt, werden auf einer anderen Scheibe dagegen sogar komplett aus beim Sex mit seiner damaligen Freundin entstandenen Geräuschen intoniert. Vor Überraschungen ist man also nie sicher, wer aber auf durchgeknallten Kram steht, dem sei diese Musik wärmstens empfohlen!

Engineering: where the noble, semi-​​skilled laborers execute the vision of those who think and dream. Hello, Oompa Loompas of science!

Sheldon Cooper (Big Bang Theory)

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