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The Dark Knight

You either die a hero,
or you life long enough to see yourself become the villain!

The Dark Knight (Poster)

Am aktuellen Batman-Streifen kommt man ja kaum vorbei. Nicht dass ich das vorgehabt hätte – ich findet die Tim-Burton-Versionen immer noch genial, mag Batman Begins sehr und bin sowieso schon Fan von Filmen, in denen Christopher Nolan und/oder Christian Bale mitwirken. Aber der Rummel um die aktuelle Inkarnation nimmt dank Heath Ledgers sehr traurigem Tod ziemlich extreme Züge an.

Verdient? Ein Film, der alle Rekorde bricht und auch drauf und dran ist, der finanziell erfolgreichste Streifen aller Zeiten zu werden, ist mir in dieser Form in jedem Fall schonmal viel lieber, als Blockbuster wie “Titanic” der diesen Platz unverständlicherweise noch innehält. Mittlerweile sinkt der Hype um Batman auch wieder auf gesundere Ebenen ab und hat den ersten Platz in der IMDB-Topliste der besten Filme aller Zeiten auf einen ziemlich sicheren Platz irgendwo in den Top 10 gesenkt.

Wie fand ich denn nun den Film? Zu allererst: Ich bin froh, ihn im englischen Original gesehen zu haben. Die deutsche Synchro ist zwar gut gelungen, aber wenn man Ledgers Stimme als Joker einmal im Original gehört hat, will man die deutsche Fassung nie mehr anfassen. Und sowieso – der Film lebt von der absolut genialen Performance Ledgers! Seine Leistung wäre auch ohne seinen Tod Grund genug gewesen, ihn und den Film über alle Maßen zu loben. Batman selbst wird zur Nebenfigur degradiert, die zwar für die Handlung unabdingbar wäre, aber nur ein Puzzlestück im Spiel des Jokers ist. Nebenrollen sind in diesem Streifen aber sowieso mehr als reine Statisten. Klar, dass neben Batman und dem Joker besonders Harvey Dent alias Two-Face (Aaron Eckhart) eine sehr markante Figur ist, aber auch Butler Alfred (Michael Caine), 007-Q-Pendant Lucius Fox (Morgan Freeman), James Gordon (Gary Oldman) haben mehr Persönlichkeit, als die Hautrollen der meisten anderen Action-/Superheldenfilme. Selbst winzige, namenlose Personen wie die der Insassen zweier Fähren, die der Joker gegeneinander ausspielen will, überraschen mit Charakter. Das ist es wohl auch, was den Film so besonders macht. Unter der Haube ist es eine typische Batman-Story, aber sie wurde mit einem unheimlich detailverliebten Chassis versehen, dass man wahrhaft von episch sprechen kann.

The Dark Knight ist sicher nicht der beste Film aller Zeiten, aber er hat es geschafft, das Superhelden-Genre aus seinen Kinderschuhen herauszuheben. Eine derart vielschichtige Comic-Verfilmung hat man noch nicht gesehen und Vergleichen mit den großen Thrillern der Filmgeschichte wird locker Stand gehalten. Wenn die Academy entscheiden sollte, hiermit den ersten Superheldenfilm für den Oscar als bester Film[1] zu nominieren[2], wird vermutlich keiner widersprechen.

Rating: ★★★★★★★★½☆ 

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  1. neben der fast unausweichlichen, verdienten Nominierung Heath Ledgers aus bester Nebendarsteller []
  2. Drehbuch und Regie für die Nolan-Brüder wären auch gern gesehen []

Kommentare

1

Sehr guter Beitrag!
Der Film ist sehr vielschichtig und verliert sich nicht in der Glorifizierung der Hauptfigur. So bekommt Heath überhaupt erst die Chance zu brillieren. Ein sehr guter Schritt, der auch allen anderen Nebendarstellern eine Chance gab.

geschrieben von Schaps
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2

Jo, und genau das lässt ihn ja auch aus den ganzen anderen Superhelden-Filme herausstechen – die haben ja meistens nix außer einem im Mittelpunkt stehenden Helden und vielleicht ein zwei Pflicht-Bösewichte ;)

geschrieben von beetFreeQ
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