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Rezension: Friska Viljor – Tour De Hearts

Let’s do something out of the ordinary,
let’s do it good and do it now!

Friska Viljor - Tour De Hearts

An sich stehe ich ja mit schwedischer Popmusik auf Kriegsfuß. Zuviele Grausamkeiten schwappten schon aus dem Norden herüber, allen voran Abba und Roxette. Aber eins muss man ihnen ja lassen – sie wissen, wie man Melodien schreibt, die sich sofort ins Hirn einbrennen und dort nicht wieder verschwinden. Genau das haben auch die Göteborger von Friska Viljor drauf. Netterweise paaren Sie die Ohrwurmqualitäten hier aber mit sympathisch verschrobenen Gitarren, Whiskey, tieftraurigen Texten und Party bis zum Umfallen. Eine Kombi, die vermutlich nur ernstgenommen werden kann, wenn man sie gehört hat.

Meine erste Erfahrung mit den Jungs liegt gerade erst ein paar Wochen zurück und sie waren die Live-Überraschung des Jahres für mich. Welche Band schafft es sonst schon mit Songs, die man nicht kennt, aber depressive Geschichten erzählen, ein ganzes Publikum mitzureißen, kollektiv in den Armen zu liegen und mitzusingen? Und dass nach dem Konzert jeder vermutlich ein Quäntchen glücklicher war, ist vermutlich nicht nur der Tatsache zu verdanken, dass einige diese Melancholie der Texte dank englischer Sprache nicht verstanden.

Tour De Hearts ist bereits das zweite Album der Band und hat damit leider auch bereits einen kleinen Makel: Es enthält nicht “Shotgun Sister” das bisher absolut beste Stück der Band. Das war’s aber auch schon mit den Nachteilen, denn trotzdem sind alle Songs ohne Ausnahme Ohrwürmer erster Güteklasse. Indie-Pop kann kaum schöner zelebriert werden!


Oh No – Friska Viljor

Rating: ★★★★★★★★½☆ 

Anspieltipps: Oh No, The Street Sounds Like, Early Morning, In The Nude

Homepage: www.friskaviljor.net | Album: Tour De Hearts (2008 , Devilduck)

Every mix tape tells a story. Put them together, and they add up to the story of life.

Rob Sheffield

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