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Tod der Fanboys

Überall wird der diesmal endgültige Tod von Star Wars zelebriert, dass es einem fast hochkommt. George Lucas als Mörder der Kindheit aller Fans – erst killt er Indiana Jones, jetzt mit Clone Wars auch noch Star Wars. Aber hey, warum kann man die Filme nicht einfach als eigenständige Werke sehen? Warum muss man einen Teil einer Serie bzw. eines Universums so wichtig nehmen, dass er den Rest gleich mal mit zerstört? Wieso muss jeder Teil dem Vergleich mit den Ursprüngen herhalten? War es nicht klar, dass George Lucas – halb Kind mit abstrusen Träumen, halb hart kalkulierender Kommerzgeier – seine Welten weiter ausreizt und dabei nicht zwangsläufig in die selbe Richtung geht, wie es jeder Fan gern hätte? Und ist das alles wirklich so schlecht?

Man mag von Indiana Jones 4 oder Clone Wars halten, was man will, aber wie bitte sollen diese Filme dem Vergleich mit den leuchtenden Kindheitserinnerungen der Originale standhalten? Man darf nicht vergessen, dass die Zeit damals eine ganz andere war und Star Wars bzw. Indiana Jones mit ihrem Stil, ihrer Technik und ihren Geschichten im Endeffekt neue Pfade gangbar machten, die nach ihnen viele andere mehr oder weniger erfolgreich beschritten und die Nachfrage in den Genres befriedigten. Zudem hat sich die Computer-Technik seitdem derart weiterentwickelt, dass gerade im Sci-Fi-Bereich heutzutage kaum noch so große Aha-Erlebnisse drin sind, wie sie Ende der 70er erreicht werden konnten.

Klar, die neuen Filme haben keine Seele, sie passen nicht zu den Originalen, alles schreit nach Ausverkauf und bla bla bla! Was wurde nicht schon bei den Star Wars-Prequels geweint, wie schlecht die Filme doch seien. Dabei sind alle drei mehr als solide, spaß bringende Sci-Fi-Filme, nicht mehr und nicht weniger – und einen anderen Anspruch hatten die Originale damals auch nicht. Wer denkt, Krieg der Sterne würde, wenn der Film erst heute mit unserer zeitgemäßen Technik gedreht worden wäre, den selben Status wie damals erreichen und über Jahrzehnte halten, der ist im Endeffekt doch nur ein naiver Fanboy ohne Realitätssinn, wenn es um “sein” Universum geht.

Ich für meinen Teil freue mich trotz des gewöhnungsbedürftigen Stils auf Clone Wars und alles, was noch in der Star-Wars-Welt auf uns wartet und wäre auch einem fünften Indiana Jones nicht abgeneigt. Was soll’s? Wenn ein Teil nicht gefällt, wird er halt vergessen und die anderen Teile bleiben, was sie sind – gute Popcorn-Filme. Aber ich bin da wohl eh eine Ausnahme – wo ich doch auch Fan der kompletten Matrix-Trilogie bin, Alien 4 spitze finde und die Star-Wars-Prequels für besser halte, als die meisten anderen Sci-Fi-Streifen der letzten 10 Jahre…

Kommentare

1

Fan der kompletten Matrix- Trilogie?

Du sollest Dich was schämen ;o)

geschrieben von ericpp
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2

Nö 😉

geschrieben von beetFreeQ
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3

Na denn halt nicht.

Mir macht der einzige echte Matrix- Film auch so noch Spaß. Sollen die Wachowskis doch noch 100 oder mehr Filme über Neos Abenteuer hinterherdrehen…

geschrieben von ericpp
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4

Das ist das wichtigste – und eigentlich ja auch genau das, was ich mit dem Text aussagen wollte 🙂

geschrieben von beetFreeQ
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5

Oh ja! Du sprichst mir aus der Seele! Ich kann dir komplett zustimmen!
Ich hasse dieses Gejammere auch tierisch und mag die neuen Filme sehr sehr gern…egal wovon 🙂
Bei Star Wars mag ich sie sogar lieber als die Klassiker

geschrieben von Schaps
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6

Lieber mag ich sie zwar nicht, aber es sind definitiv Filme, die ich immer mal wieder gern sehe. Und mehrfach werden bei mir an sich nur Filme gesehen, die mir wirklich Spaß gebracht haben.

geschrieben von beetFreeQ
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