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AEG – absolut ehlendes Gedöns

Ich hätte es ja ahnen können. AEG hat ja nunmal nicht wirklich den besten Ruf. Viele Billighersteller unter einem Fake-Markennamen sind halt nicht unbedingt immer die beste Wahl. Aber der Preis hat mich schwach gemacht. Gestern im Plus also das Autoradio mitgenommen. Das AEG CS MP 530 IR bot SD-Karten-Slot, USB und eine Lenkrad-Fernbedienung für mittlerweile ordentlich runtergesetzte 46 €…

Da ich ja nun schon ne Weile auf der Suche nach einem günstigen Radio mit etwa diesen Features war, musste ich zuschlagen. Auch der seltsamerweise nicht ganz neu aussehende Karton hielt mich nicht zurück. Und es sah ja anfangs auch alles gut aus. Das alte Radio raus, das neue rein und los gings. Dank ISO-Stecker einfacher als ich dachte. Und auch der Klang war nach etwas Feintuning der Lautstärke etc beim Skippen durch die Songs ganz ordentlich.

Heute beim ersten “Langzeittest” (2 Stunden Musik von verschiedenen Alben) wurde die Freude aber sehr schnell zur Ernüchterung… Zu erstmal fiel auf, dass die Infrarot-Fernbedienung, die sich eh nur mit Mühe und Not am Lenkrad befestigen ließ, bei Tageslicht überhaupt nicht funktioniert. Nur im Schatten war’s einigermaßen zu gebrauchen. OK, dachte ich, vielleicht nicht unbedingt zwingend nötig. Der zweite Rückschlag war dann die Anzeige der ID3-Tags. Die brachte nämlich nur Kauderwelsch heraus, obwohl alles richtig eingetragen war. Naja, auch nicht so wichtig, solang die Reihenfolge stimmt. Und das tut sie immerhin. Nun kam aber das K.O.: Nachdem das Radio mit dem ersten gehörten Album noch keine großen Probleme hatte, stockte es bei allen anderen plötzlich. Mal wurde ein Song mehrfach begonnen, mal einer übersprungen, meistens aber einfach mitten drin abgebrochen und zum nächsten gegangen. Das ist dann leider wirklich nicht mehr zu tolerieren. Was bringt das beste Radio, wenn die Musik, die herauskommt, nur teilweise richtig abgespielt wird.

Eine kleine Suche im Internet nach dem Gerät brachte ähnliche Erfahrungen zu Tage. Da ist es dann auch kaum verwunderlich, dass der Karton des Radios schon so mitgenommen aussah. Wer weiß, wie viele Leute vor mir schon mit dem Gerät nach hause sind, um es dann kurz darauf wieder zurückzubringen…

Ne, ich werd’ von AEG doch lieber wieder die Finger lassen und das Teil morgen zurückbringen. Da suche ich doch lieber noch etwas anderem brauchbarem, das dann zwar vielleicht das doppelte oder dreifache kostet, dafür aber dann auch funktioniert. Nach diversen Berichten vermutlich auch mit viel besserem Klang, zu dem ich mit meinem Uraltradio vorher ja nicht wirklich was vergleichbares hatte. Falls jemand Empfehlungen hat, immer her damit!

Nachtrag: Nachdem ich meinen Langzeittest nur bei recht geringer Lautstärke machen konnte, weil mehrere Leute mit im Auto waren, mit denen man sich ja auch unterhalten wollte, hab ich allein nochmal nen kleinen Lautstärketest gemacht – einfach um mich in meinem Urteil bestätigt zu sehen. Nun kann man vielleicht sagen, dass man negativ voreingenommen natürlich einiges noch schlechter wahrnimmt als objektiv, aber was da bei etwas gehobener Lautstärke meine Boxen verließ, wird wohl niemand als schön bezeichnen. Egal, was ich eingestellt hatte, der Sound war blechern. Die Bässe zu dumpf, die Höhen zu schrill. Und es macht schon nicht den besten Eindruck, wenn man den Sound auf über 60% Lautstärke aufdrehen muss, um bei 100 km/h noch ordentlich was zu hören. Netterweise war die Lautstärke von Song zu Song auch immer wieder nachzujustieren, weil irgendwie nichtmal im selben gleich laut abgemischten Album eine konstante Lautstärke zu bekommen war. Das konnte ja selbst mein altes Radio besser! Auch besser konnte es vor allem mit Radiosendern umgehen. Im AEG-Gerät rauschten die Kanäle ständig und vor allem ließ sich die Radiolautstärke nicht unabhängig von den anderen einstellen, was besonders bei Verkehrsdurchsagen blöd ist, da alle Radiosender in dem Teil sowieso schon mal pauschal zu leise sind.

Selbst wenn die MP3-Springerei nun ein zu reparierendes Problem wäre, macht der wirklich grausame Klang das Radio nochmal um einiges unattraktiver. Naja, ich weiß es jetzt ja besser!

Kommentare

1

Naja, mit Adapter-Cassetten hab ich bisher schlechte Erfahrungen gemacht – zumindest wollten zwei von mir gekaufte einfach keinen brauchbaren Klang fabrizieren. Das tape meiner Leipzigerin hat aber schonmal funktioniert – ne Zwischenlösung wäre das sicher. Was ich an der – und auch an der Klinkenlösung – nicht so toll finde: Ich muss immer mit den nicht gerade für die Bedienung während der Autofahrt konzipierten Tasten des MP3-Players herumspielen – und das ist doch ne nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle, weil ich während der Fahrt zumindest mal einen Song oder auch mal einen Ordner weiterskippen will. Von daher wäre eine recht komfortable Lösung per SD-Karte oder USB schon was feines.

Ich hab aber mittlerweile auch schon was neues im Blick: das Blaupunkt Victoria SD48. Damit hab ich mittlerweile auch für unter 100 € USB, SD, AUX vorn, AUX hinten und von einem Markenhersteller, der an sich für ziemlich guten Klang bekannt ist. Da man das dann auch noch mit Bluetooth, Lenkrad-Fernbedienung und CD-Wechsler erweitern könnte, sollte ich eigentlich ziemlich zukunftssicher damit sein. Das wird aber vermutlich erst in ein paar Wochen in Angriff genommen, wo ich ab Mittwoch mal wieder für 11 Tage auf Kundenbesuch bin…

geschrieben von beetFreeQ
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2

Eine wirklich Kaufempfehlung kann ich zwar nicht abgeben. Aber ich spiele momentan (oder seit längerem) auch mit dem Gedanken, mein altes Radio zu ersetzen.
Allerdings werd ich da den Teufel tun und auf .mp3- Fähigkeit achten – eine kleine Klinken- Buchse würde für mich voll und ganz ausreichen. Wofür hab ich mir extra einen spielt-auch-ogg-Player mit viel Speicher angeschafft?

Allerdings ist die fehlende Klinken- Buchse derzeit eigentlich der einzige Grund, das aktuelle Radio zu ersetzen – und diese Lücke habe ich derzeit durch ein Adaptertape überbrückt. Deswegen werd ich vermutlich einfach nur mal nach ein paar besser klingenden Boxen Ausschau halten und gut is.

geschrieben von ericpp
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3

Der Klang ist ein gutes Argument. Da meine Boxen nicht so dolle sind, fällt das aktuell nicht wirklich ins Gewicht, hauptsache Krach ;o)

Da ich das Skippen auch beim Fahrradfahren hinkriegen muß, bin ich einerseits eh grad dabei, das im Blindflug zu erlernen, andererseits dürfte ich auch weniger skippen, da ein Großteil der Musik die ich auf dem Stick hab einfach Livesets diverser DJs sind – und die haben im Normalfall eine Länge ab 1 Stunde aufwärts.

Aber letzten Endes wärs mir auch einfach zu doof, meine Musik doppelt oder dreifach vorzuhalten. Ich vergesse so schon oft genug, die aktuelle Lieblingsmusi auf den den Player zu kopieren, und wenn ich jetzt parallel Stick und Player betanken wird werd ich wirklich wahnsinnig ;o)

geschrieben von ericpp
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4

Naja, ganz brauchbare Boxen hab ich schon, auch wenn sie schon recht alt sind…

Ich hör ja abgesehen vom Computer und vielleicht hin und wieder mal dem Handy nur im Auto Musik. Da halten sich die Orte, an denen ich immer ne aktuelle Playlist haben möchte, in Grenzen.

geschrieben von beetFreeQ
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