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Rezension: Nine Inch Nails – The Slip

Nine Inch Nails - The Slip

Als Trent Reznor im April etwas unerwartet eine neue kostenlose Single veröffentlichte, die er gerade erst den Tag zuvor aufgenommen hatte, und in den ID3-Tags der Datei aufforderte, am fünften Mai die NIN-Website zu besuchen, war das Rätselraten groß. Was hatte er diesmal vor? Man hatte mit vielem gerechnet, aber wohl kaum schon wieder mit einem neuen Album. Als “The Slip” dann am besagten Tag kostenlos von der Website herunterladbar war, stellte sich die nächste Frage: Kann ein Album nach so kurzer Zeit gut sein? Noch dazu ein kostenloses? Die Antwort ist schon nach dem ersten Hördurchgang ein klares Ja!

War der direkte Vorgänger “Ghosts I-IV” ein experimenteller, improvisierter Ausflug in Instrumentalwelten, findet Reznor auf dem neuen Werk wieder zurück zu gewohnt mitreißenden Songs. Experimente sucht man zwar vergebens, aber so viele zukünftige Klassiker wie auf diesem Album hat’s im Hause NIN lange nicht gegeben. Vielleicht liegt’s auch am etwas roheren, weniger auf Hochglanz produziertem Sound, dass die Musik so an vergangene Tage der Band erinnert. Sicher kein schlechtes Zeichen.

Apropos Zeichen: Ein ebensolches setzt Trent Reznor mit “The Slip” ohne Frage. Völlig kostenlos auf Basis der CC-Lizenz veröffentlicht, ohne gleich die obligatorische Deluxe-Variante auf CD dabei zu haben, ist schon mutig. Ob’s auf lange Sicht auch für andere Bands der richtige Weg wäre, wird sich zeigen. NIN setzen sich damit jedenfalls ein kleines Denkmal.

1,000,000

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Rating: ★★★★★★★½☆☆ 

Anspieltipps: 1,000,000, Letting You, Head Down, The Four Of Us Are Dying

Homepage: Nine Inch Nails | Album: The Slip (2008 , ohne Label)

You dress up for Armageddon
I dress up for summer!

The Hives

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