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Rezension: Portishead – Third

Portishead - Third

Ich hatte mir eine Regel aufgestellt: Kaufe keine CDs mehr in einem überteuerten Elektro-Großmarkt. Doch leider blieb mir nichts anderes übrig, als mit dieser Regel zu brechen. Denn elf Jahre nach ihrem letzten Studioalbum melden sich meine Jugend-Heroen zurück und ich konnte mir nicht vorstellen, dieses Album nur als Ordner auf der Festplatte liegen zu haben.

Kaum liegt die CD im Player, erfüllt den Hörer ein Gefühl der Nostalgie. Portishead knüpfen auf den ersten Blick an ihr letztes Werk an, als sei nichts gewesen. Auf den zweiten Blick wird aber schnell klar, dass neben der wohlbekannten Melancholie, den schleppenden Beats und Melodien doch so einiges anders ist. Plötzlich fühlt man sich in die 70er zurückversetzt. Psychedelischer Rock wird zelebriert, um kurz darauf in Synthspuren überzugehen, wie man sie auch von Kraftwerk erwarten würde. Das Trio um Beth Gibbons hat viele Einflüsse verarbeitet, einer davon sicher auch das großartige Live-Konzert in Roseland von 1998, dem sie die Wärme der live eingespielten Instrumente des neuen Albums verdanken.

Die Erwartungen waren nach elf Jahren natürlich groß. Haben Portishead sie erfüllt? Für mich auf alle Fälle. Third reiht sich nahtlos in die bisher ausnahmslos genialen Veröffentlichungen der Briten ein und gehört jetzt schon zu einem der absolut besten Alben des Jahres. Der Durst nach mehr ist damit nur noch mehr entfacht. Portishead sind zurück und bleiben uns hoffentlich noch lang erhalten!

Threads

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Rating: ★★★★★★★★★½ 

Anspieltipps: Nylon Smile, The Rip, Small, Threads

Homepage: Portishead | Album: Third (2008 , Island/Universal)

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