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beety’s Ohrenschmalz – Episode 24

Mensch, schon wieder über einen Monat her, seit ich die letzte Episode gebracht hab. Da brechen wir doch gleich mal ein paar Regeln und schmeißen den mittlerweile 24. Teil einfach am Dienstag ins Volk. Ich glaub, ich werd in Zukunft den Wochentag mal nicht mehr so ernst nehmen. Ist doch viel flexibler.

Heute geht’s auf alle Fälle wieder sehr abwechslungsreich ab! Angefangen bei comichaft-morbidem Rock aus Norwegen besuchen wir ein paar melancholische Indie-Bands und landen schließlich bei schweizer Zirkus-Blues…


Cloroform – Popman
Die Band aus Norwegen hat es wahrlich in sich. Was sich hier aus Keyboard, Kontrabass und Percussion entfaltet ist harter Tobak. Immer wieder wechselt die Musik den Rhythmus, bleibt stetig unbeständig und treibt dabei trotzdem nach vorn wie nix gutes. Kein Wunder mag man denken, wenn man hört, dass die drei Mannen hinter dem Projekt auf die Namen John Erik Kaada, Øyvind Storesund (Kaizers Orchestra) und Børge Fjordheim (Morten Abel) hören. Leichte Kost ist das nicht, aber extrem schmackhafte!

Murder By Death – Brother
Die Indieband aus Indiana hat ihren Namen aus der Kult-Komödie von 1976. Ähnlich verschroben wie in dem Film geht es auch in den erstmal ziemlich harmlos melancholisch scheinenden Songs der Band zu. Aber allein die Titel der Konzept-Alben wie “Like the Exorcist, but More Breakdancing” oder “Who Will Survive, and What Will Be Left of Them?” lassen seltsamen Humor erwarten. So drehen sich die Songs auch oft um Zombies und den Teufel und springen von epischen Instrumentals über Punk zu Country. Die Musik lässt einen gar nichts anderes als gespannt zuhören!

The Veils – Caliope
Die aus Neuseeland und London stammenden Veils machen pompösen, melancholischen Indie-Rock. Dank der oftmals unheimlich intensiven Präsenz von Frontmann Finn Andrews bleibt die Musik unnachgiebig im Ohr hängen. Und genau da verkleistert sie die Sinne und macht es kaum möglich, noch viel mehr über diese Band zu sagen. Man muss sie einfach hören.

Sunset Rubdown – I’m Sorry I Sang On Your Hands That Have Been In The Grave
Auf Indie-One bin ich über die Kanadier von Sunset Rubdown gestolpert und hab mich doch sehr gewundert, wie mir dieses Seitenprojekt des “Wolf Parade”-Sängers und Keyboarders Spencer Krug bisher durch die Lappen gegangen sein kann. Auf den ersten Blick ihrer großen Schwester-Band sehr ähnlich, entwickeln die Songs des Quartetts bei jedem Hördurchgang mehr Eigenständigkeit und Schönheit. Die melancholische, sphärisch-melodische Musik ist der wunderbare Soundtrack zu einem lauen Frühlingsabend.

The Dead Brothers – Trust In Me
Die Schweizer mit dem morbiden Namen nennen ihre Musik selbst “Death Swamp Blues”. Und genau so klingt sie auch. Lassen die Brüder ihre Instrumente erklingen, fühlt man sich sofort ins New Orleans der 30er zurückversetzt. Ein Freakshow-Zirkus auf dem Weg durch den Sumpf erlebt den Voodoo. Dass solch ein Sound ausgerechnet aus der Schweiz kommt, ist beachtlich und nicht zuletzt nur noch ein Grund, die Band zu mögen. Zwar haben sie sich gerade in eine unbefristete Pause begeben, aber auch solo wird weitergerockt. So gehört sich das!

Kein Wind bewegt die Stille,
die Luft ist regungslos,
als wenn die Welt an diesem Ort in ihrem Atmen innehält

Kante

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