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The Art of Mickey-Mousing

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Es gibt vieles, was Walt Disney groß gemacht hat. Einen großen Teil davon hat sicher die Musik getragen. War es in den 30ern noch schwer, Filme ordentlich mit Sprache und Soundeffekten zu vertonen, griff man auf eine Kust zurück, die Musik auf die Bewegungen und Stimmung der Szenen abzustimmen. Lief die Figur, wurde im Takt der Schritte ein Rhythmus gespielt, Vogelgezwitscher wurde von Flöten übernommen und so weiter. Die Filme basierten oft auf aberwitzigen Choreografien, um sowohl Handlung als auch den Taktmaß folgender Musik gerecht zu werden. Durch “Silly Symphonies“, gezeichnete Slapstick-Kurzfilme von Disney, wurde diese Art des Soundtracks berühmt und entlehnte sich den Namen bei Disneys Galionsfigur.

Ein erstes Beispiel von Mickey-Mousing in abendfüllenden Spielfilmen findet sich in der Schlusssequenz von “King Kong und die weißen Frau”, in der King Kong zu einem Crescendo das Empire State Building erkletterte. Mit der Zeit, als Tonfilme üblicher wurden, nahm aber die Zahl der Filme mit diesem Stil ab. Es galt als rückständig, so zu arbeiten, die neuen Möglichkeiten des Tonfilms waren doch viel moderner. Die Soundtracks wurden subtiler, Musik erzeugte nur noch dezent Stimmung, keine Soundeffekte mehr. Oft wird zwar auch die plakative Musik z.B. aus Star Wars oder Beetlejuice zu dem Stil gezählt, kommt aber ohne direkte Vertonung der Geschehnisse auf dem Bildschirm aus.

Eine Nische konnte sich dieser mittlerweile belächelte Stil aber dennoch erhalten. Neben den nie ganz ausgestorbenen Slapstick-Zeichentricks tauchte das Mickey-Mousing vor allem im Hongkong-Kino mit seinen Kampfkunstfilmen immer wieder auf. Heute scheint es auch in Hollywood langsam wieder in Mode zu kommen, Musik mehr als nur stimmungerzeugend einzusetzen. Der Film Matrix und seine Nachfolger – nicht zuletzt inspiriert von Kampfkunstfilmen – sind gute Beispiele dafür, wie Musik erneut die Basis für comichaft überzogene Actionchoreografien bildet. Die Computertechnik macht’s möglich, stilistisch kunstvoll übertriebene Ideen zu verwirklichen. Und gerade hier dient die Soundtrack-Technik aus der Anfangszeit des bewegten Bildes als das Tüpfelchen auf dem I.

Nach dem Klick gibt’s ein paar Beispiele für Mickey-Mousing von 1929 bis heute! » Gib mir den Rest …

Music Showcase: Nick Cave

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Nick Cave

Nick Cave ist ein Urgestein der Independent-Musik. 1957 in Australien geboren, gründete er zusammen mit Mick Harvey Die Band The Boys Next Door, die sich später in The Birthday Party umbenannte und als eine der einflussreichsten Post-Punk-Bands galt. Mitte der 80er löste die Band sich auf Grund von Unstimmigkeiten auf und legte so den Grundstein für Nick’s bisher erfolgreichste Band The Bad Seeds. Mit Blixa Bargeld (Einstürzende Neubauten) an Bord entfernten sich die Seeds mehr und mehr von dem lärmenden Rock in Richtung melancholische, morbide Balladen und hatte ihren Durchbruch in den Mainstream durch den Hit “Where The Wild Roses Grow” zusammen mit Kylie Minogue. Cave startete nach der Jahrtausendwende einige Seitenprojekte wie die wieder sehr in schmutzigem Blues-Rock wildernden Grinderman und seine atmosphärisch-ruhigen Soundtrack-Ausflüge zusammen mit Warren Ellis. Aber auch die Bad Seeds entdeckten den Rock – erweitert um Gospel und viel Pomp – für sich neu, witzigerweise kurz nachdem Blixa Bargeld die Band unter anderen wegen des zunehmend ruhigen Tons verlassen hatte. Das neue Album der Seeds namens “Dig, Lazarus, Dig!!!” erscheint übermorgen.

Nach dem Klick gibt’s eine kleine chronologische Werksschau mit einigen Leckerbissen aus Caves Schaffen! » Gib mir den Rest …

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I’m travelling the wonderful loneliness of the headphone silence

Ane Brun

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