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Genie und Wahnsinn…

… liegen nah beieinander, wie jeder Wald-und-Wiesen-Philosoph zu wissen glaubt. Und es stimmt ja auch oft. Anders ist es an sich nicht zu erklären, wie begnadete Schauspieler immer wieder in den schlimmsten B-Movies auftauchen können. In solchen Filmen sammeln sich – neben allerlei Schauspieler-Stangenware – zwei Arten von Darstellern: Die Oscar-Gewinner/Anwärter, die Geld brauchen oder das Drehbuch nicht richtig gelesen haben und die abgehalfterten Altstars, die nur noch für sowas zu gebrauchen sind – es sei denn, Tarantino schreibt ihnen eine Kultrolle auf den Leib. Aber gerade die erste Kategorie macht einen schon stutzig – Beispiele gefällig? Die gibt’s nach dem Klick!

Ben Kingsley – der absolute Godfather of “Genialer Schauspieler macht für ein wenig Geld alles”! Man denkt, nach einem gewonnenen Oscar für Gandhi, drei weiteren Nominierungen und der zu Unrecht unnominierten Rolle in Schindler’s Liste ist ein Schauspieler ganz klar auf große bewegende Filme abonniert. Aber weit gefehlt. Kingsley hat sich seitdem in Filmen wie BloodRayne (gilt als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten – 4% auf dem Tomatometer), The Last Legion oder A Sound Of Thunder verewigt. Wer weiß, was ihn dazu getrieben hat…

Christopher Walken ist so ein Beispiel, das fast in beide Kategorien passt. Er hat eigentlich fast nur als Nebendarsteller sowohl wirklich geniale Rollen in Die durch die Hölle gehen (inkl. Oscar für die beste Nebenrolle) oder Annie Hall gespielt, gehört bei Tarantino zu gern gesehenen Gästen (Pulp Fiction, True Romance), als auch Massen an wirklich belanglosen bis grausamen Filmen wie Neid, Kangaroo Jack oder Gigli gemacht…

Dennis Hopper ist wieder ein Kandidat der ersten Sorte. In seinen jüngeren Jahren hagelte es nur so gute Filme mit ihm (Blue Velvet, Apocalypse Now, Easy Rider), seine legendäre Szene zusammen mit Christopher Walken in True Romance ist aber bisher sein einziger Auftritt im Zusammenhang mit Tarantino gewesen. Dafür gab es in späteren Jahren dennoch so einige wirklich schwarze Flecken in seinem Lebenslauf, z.B. The Blackout, Memory oder Super Mario Bros..

Gary Oldman ist der Psychopath schlechthin. Zumindest spielt er in seinen besten Rollen einen eben solchen. Nennenswert sind da u.a. Dracula (ok, etwas mehr als nur ein Psychopath), Léon der Profi oder JFK. Wie schon die beiden vorher genannten gibt auch er sich ein Stelldichein in True Romance – natürlich psychopathisch veranlagt. Wenn er aber aus dieser Rolle herausfällt, kommen dann leider folgende Machwerke heraus: The Scarlet Letter (als Pastor) und Nobody’s Baby (als aus dem Gefängnis ausgebrochener Spaßvogel). Aber auch in bösen Rollen ist er nicht immer gut, wie Lost In Space beweist!

Kommentare

1

Zwei neuere Beispiele: John Cusack (1. Kategorie) und Nicolas Cage (2. Kategorie (ungefähr)).

geschrieben von juliaL49
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2

Stimmt, die beiden können auch beides – toll schauspielern und grausame Filme machen. Allerdings würde ich Nicolas Cage schon eher in die erste Kategorie packen – immerhin hat er auch in den letzten Jahren hier und da mal gezeigt, dass er manchmal auch Gefühl für gute Filme hat (Adaption, The Weather Man, Lord Of War)

geschrieben von beetFreeQ
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Engineering: where the noble, semi-​​skilled laborers execute the vision of those who think and dream. Hello, Oompa Loompas of science!

Sheldon Cooper (Big Bang Theory)

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