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Filmekiste – Teil 3

Vor etwas über einem Jahr hatte ich ja schonmal meine DVD-Regale durchstöbert und in zwei Teilen einige meiner Favoriten daraus gebloggt. Da sich meine Sammlung seitdem stetig vergrößert hat und auch so der eine oder andere Film damals ausgelassen wurde, setze ich die Reihe einfach mal mit folgenden sechs Filmen fort!

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Die Tiefseetaucher mit Steve Zissou Der etwas dümmliche deutsche Titel des im Original “The Life Aquatic With Steve Zissou” genannten Streifens wird diesem nicht wirklich gerecht. Viel zu intelligent geht Regisseur Wes Anderson (Die Royal Tenenbaums) mit verschiendensten Stilmitteln und Humorarten um. Inhaltlich dreht sich alles um den alternden Unterwasserforscher Steve Zissou (Bill Murray), der sich auf die Jagd nach einem mysteriösen Jaguarhai macht, der seinen besten Freund auf dem Gewissen haben soll. Ander als der Plot andeutet, erwartet den Zuschauer kein Actionreisser in Weißer-Hai-Manier, sondern meistens ruhige, skurille Komik. Allein Willem Dafoe als deutscher Matrose und die vielen auf portugiesisch vorgetragenen Coverversionen von David-Bowie-Songs machen den Film schon zu einem absoluten Klassiker. Und ein Wiedersehen mit Bud Cort – dem Harold aus Harold und Maude – gibt’s obendrauf!

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Adaptation Wenn Spike Jonze im Regiestuhl sitzt und eine Drehbuchvorlage von Charlie Kaufman verfilmt, kann man sich einer skurillen Story sicher sein. Und diese dreht sich in Adaption mal direkt um den Drehbuchautor selbst. Charlie Kaufman soll das real existierende Buch “Der Orchideendieb” adaptieren. Da das Buch leider ohne viel Handlung auskommt, endet Charlie in seiner Verzweiflung darin, über sich selbst zu schreiben, wie er das Drehbuch zu diesem Film schreibt. Logisch, dass dabei auch wirklich eine kleine Verfilmung des genannten Buches entstanden ist. Zudem hat der reale Charlie sich auch noch einen fiktiven Zwillingsbruder ausgedacht, der stilecht als Co-Autor genannt wird und sogar mit ihm zusammen für den Oscar nominiert war. Man sieht also, die Absurdität eines “Being John Malkovich” konnte locker übertroffen werden und ist ein wahrer Klassiker für Fans seltsamer Filme!

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The Man Who Wasn’t There Dass die Coen-Brüder mehr können, als kauzige Komödien zu drehen, wissen wir nicht erst seit Fargo. Mit “The Man Who Wasn’t There” machten sie erneut im Film-Noir-Genre halt und machten aus Billy Bob Thornton einen schweigsamen Friseur. Dieser fristet relativ zufrieden sein Dasein, bis ihn ein windiger Geschäftsmann mit seiner Idee über Trockenreinigung ansteckt. Wissend, dass seine Frau mit ihrem Chef fremdgeht, erpresst er diesen anonym, um an das Geld für die Beteiligung an der Geschäftsidee zu kommen. Dummerweise geht dabei so einiges schief, und letztendlich bleibt gerade er als Auslöser der Misere so ziemlich der einzige unbeschadete. Die Coens haben mit diesem Film eine wunderbare Farce gedreht, die auch nicht ganz ohne Humor auskommt.

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11:14 Episodenfilme haben’s mir ja angetan. Besonders, wenn diese die einzelnen Teile nach und nach immer komplexer miteinander verweben. In 11:14 spielt die namensgebende Uhrzeit die Hauptrolle. Um genau diese Zeit mitten in der Nacht überschneiden sich die Schicksale mehrerer eigentlich relativ zusammenhangsloser Personen in einer Kleinstadt. Ob es nun die drei Jugendlichen sind, die auf nächtlicher Sauftour mit ihrem Bus durch die Nacht fahren, der sorgende Vater hinter seiner zickigen Tochter eine Leiche wegräumen muss oder ein Typ seine beste Freundin überredet, ihren Laden ausrauben zu dürfen, um das Geld für die Abtreibung des Kindes seiner Freundin zusammenzubekommen – alle Storys werden geschickt zusammengeführt und kreuzen sich mehr als nur einmal. Absolut sehenswert!

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Skycaptain And The World Of Tomorrow Werden wir mal etwas futuristischer und gehen in die Vergangenheit. Und zwar in die 30er Jahre eine alternativen Zeitlinie. In dieser ist von Hitler nichts zu sehen – dagegen beginnt ein mysteriöser Dr. Totenkopf mit futuristischen Robotern Großstädte in der ganzen Welt anzugreifen. Eher unfreiwillig im Gespann mit seiner Jugendliebe und Reporterin Polly Perkins (Gwyneth Paltrow) macht sich der Fliegerheld Skycaptain (Jude Law) auf, den Grund für diese mysteriösen Angriffe herauszufinden. Diese absichtlich hahnebüchene Story wird durch absolut atemberaubende, bis auf die Schauspieler komplett im Computer entstandene Bilder in Weichzeichner-Optik zusammengehalten. Ein kleiner Traum kindgebliebener Jungs, die Jules Vernes und Flash Gordon verschlungen haben, wird damit wahr!

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Six-String Samurai Nicht genug der hahnebüchenen Geschichten, setzt dieser Film der heutigen Filmekiste wahrlich die Krone auf. Wir befinden uns wie schon in Skycaptain in einer alternativen Zeitlinie. In dieser blieb der kalte Krieg nicht lange kalt und die USA wurde von den Russen in den 50ern überrannt und zur Atomwüste gebombt. In dieser unwirtlichen Welt wurde Las Vegas – nun Lost Vegas genannt – zur letzten Bastion der Amerikaner. Der King, Elvis Presley wurde zum neuen Oberhaupt erkoren. Viele Jahre später ist der letzte Nachkomme eben dieses Kings gestorben und die letzten verbliebenen Rock-N-Roll-Heroen der USA machen sich auf den Weg nach Vegas, um zum neuen King zu werden. Unter ihnen ist Buddy, seines Zeichens Gitarrist und Samurai. Auf seinem Weg nimmt er es mit der roten Armee und dem Tod gleichzeitig auf… Wem das nicht zu abgefahren klingt, der sollte sich den Film einverleiben. So ein B-Movie-Kleinod sieht man nicht alle Tage!

Be excellent to each other. And... Party on, dudes!

Bill & Ted

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