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Wenn die Music nicht so laut wär…

… wär sie auch nur halb so schön!

Jetzt gibt’s endlich den versprochenen Bericht zum Olli-Schulz-Konzert am 09.12. in Leipzig!

Meine Leipzigerin und ich machten uns zeitig auf in die Stadt. Der Weihnachtsmarkt hatte ja auch noch einiges zu bieten, das man sich nicht entgehen lassen wollte. Mit Kräppelchen (Mini-Donuts) gestärkt mussten wir uns dann aber auch sputen, um rechtzeitig in der Moritzbastei zu sein. Immerhin fasst die Veranstaltungstonne in den Gewölben nicht wirklich viele Menschen und wir wollten ja auch gern recht weit vorn stehen.

Ein Glück hatten wir schon unsere Karten und konnten uns an der anstehenden Meute vorbeidrängeln. Erstmal vorn auf der Treppe zur Bühne Platz genommen und der Dinge geharrt, die da kommen sollten. Als es dann losging, war es gerammelt voll und wir direkt an der Bühne. Die Fotos sind daher nah am Geschehen, dank Handy-Qualität aber leider nicht wirklich gut…

Walter Schreifels

Zuerst gab’s naturgemäß die Vorband – oder in diesem Fall besser gesagt den Vorsänger. War uns der liebe Walter Schreifels, der da mit seinen schönen verschrobenen Akustik-Songs zu begeistern wusste, erst überhaupt nicht bekannt, fand ich später raus, dass der Kerl alles andere als ein unbeschriebenes Blatt ist. Wem die US-Hardcore-Bands Gorilla Biscuit oder Quicksand etwas sagen, wird den Namen Schreifels sicher auch schonmal gehört haben – da passte die Übersetzung Screamrock, die er selbst zwischendurch in gebrochenem Deutsch anbrachte, noch wirklich. Seine neueren Projekte “Rival Schools” und “Walking Concert” merk ich mir aber auf jeden Fall – und vielleicht ist die scheinbar zuhaus aufgenommene und gebrannte Solo-Demo-CD, die ich nach dem Konzert erstanden habe, ja auch mal was wert.

Olli Schulz

Nach etwa 45 min. Schreifels wurde die Bühne dann vom Olli und seiner Band in Beschlag genommen. Allesamt großartige Musiker, die ihre Virtuosität unter Beweis stellen durften. Sie spielten eine geniale Mischung aus alten und neuen Songs, die meisten Hits waren dabei, ebenso seine vielen witzigen Anekdoten und Blödeleien. Nach etwa der Hälfte des Sets schickte er seine Band zum Verschnaufen hinter die Bühne und holte erstmal aus. Die Solonummer wurde wunderbar albern und improvisiert. Wir durften seiner Fritz-Kolumne lauschen, der “Human Of The Week” wurde angestimmt und mitten im Song holte er den Walter Schreifels zurück auf die Bühne und jamte, dass es eine wahre Freude war! Auch der “kleine Bär” war auf Wunsch eines einzelnen Typen aus dem Publikum dabei. Irgendwann kam dann auch die Band zurück und blieb bis zum Ende des regulären Konzerts erhalten.

Zwischendurch holte der Olli seine von vielen heiß erwartete Metalnummer “zwei reden, einer bangt” raus. Das Publikum wurde angeleitet, was zu tun war, und er kam mit Clownsmaske und Spielzeug-Motorsäge auf die Bühne. Die anschliessende Nacht wurde mir dann aber zum Verhängnis – das Moshen hat meinem Arm dann wohl den Rest gegeben und die Muskelzerrung, die ich mir schon am Freitag geholt hatte, war besiegelt…

Nach einer Weile war das Konzert dann zu ende. Klar, dass aber noch Zugaben sein mussten. Da liess der Olli sich auch nicht lumpen und spielte solo gleich fünf weitere Songs, bis am Ende die Band nochmal mitten im letzten Song wieder mit einstieg. Nach rund drei Stunden spitzenmäßige Musik durften wir uns glücklich wieder mit der Menge nach draussen zwängen.

Sobald der Olli mal wieder irgendwo in der Nähe ist, muss ich wieder hin, keine Frage! So persönliche und witzige Konzerte erlebt man selten! Meine anfänglichen Bedenken, er würde seine Solomomente von früher hinter sich lassen und nur noch als ernsthafte Band auftreten, waren zum Glück unbegründet! Wirklich empfehlenswert – schade nur, dass die Tour schon wieder zuende ist…

Father Christmas, give us some money
Don't mess around with those silly toys.

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